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Tom Tailor: Sparmaßnahmen lassen Gewinne sprudeln

Die umfangreichen Maßnahmen zur Kosten- und Prozessoptimierung, die der Vorstand des Tom Tailor Konzerns sein einigen Monaten konsequent umsetzt, zahlen sich wohl bereits in barer Münze aus. Wie das Hamburger Modeunternehmen berichtet, konnte der Konzerngewinn im ersten Halbjahr gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 signifikant gesteigert werden, und das bei weitgehend gleichbleibender Umsatzentwicklung. Genau genommen ging der Umsatz infolge der Bereinigung des Produkt- und Filialportfolios sogar leicht um 1,1 Prozent auf 446,3 Millionen Euro zurück. Zugleich stieg jedoch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um fast 63 Prozent auf 30,7 Millionen Euro.

Das EBIT verbesserte sich im gleichen Zeitraum um 17,3 Millionen auf 11,8 Millionen Euro. Damit sei die Gesellschaft auf gutem Weg, ihr Zweijahresziel von 30 bis 40 Millionen Euro Kosteneinsparungen zu erreichen, so der Vorstand. „Wir kommen mit unserem Ziel, die Tom Tailor Group wieder auf eine gesunde Basis zu stellen, gut voran“, so der Vorstandsvorsitzende Heiko Schäfer. „Insbesondere im zweiten Quartal haben wir einen ordentlichen Sprung nach vorn gemacht. Unsere Ergebnisse zeigen klar, dass die Maßnahmen zur Neuausrichtung greifen. Unser Fokus liegt neben dem erfolgreichen Abschluss unseres Reset Programms deshalb nun auch in der Vorbereitung und Implementierung von Wachstumsmaßnahmen, wie zum Beispiel dem Ausbau unseres Onlinegeschäfts.“

Bonita: Mehr Gewinn mit weniger Filialen

Was Schäfer besonders freut: Das Unternehmen konnte über alle Vertriebskanäle hinweg einen Umsatzanstieg von 2,9 Prozent auf 306,5 Millionen Euro erzielen. Dabei steigerte der Retail-Bereich den Umsatz um 1,7 Prozent auf 140,2 Millionen Euro, wobei positive Beiträge insbesondere aus dem zweiten Quartal kamen, in dem der Umsatz um zwei Prozent auf 75,4 Millionen Euro zulegte. Die Zahl der eigenen Filialen ging zeitgleich seit Jahresende 2016 infolge der bewussten Schließung nicht profitabler Standorte von 472 auf 462 zurück. Allerdings sank das EBITDA des Retail Segments im Berichtszeitraum leicht auf 2,7 Millionen Euro.

Das Wholesale-Segment legte im ersten Halbjahr sogar um 3,9 Prozent auf 166,3 Millionen Euro zu. Einen besonders kräftigen Schub lieferte auch hier das zweite Quartal mit einem Wachstum von 8,3 Prozent auf 78,8 Millionen Euro und Steigerung des EBITDA-Beitrags von elf auf 20 Millionen Euro.

Großes Sorgenkind bleibt hingegen die Marke Bonita, die auch im ersten Halbjahr 2017 nicht auf die Beine kam und ein Umsatzminus von knapp neun Prozent hinnehmen musste. Dafür verantwortlich seien insbesondere die Reduzierung von Altwaren und der Abverkauf von Warenbeständen der mittlerweile eingestellten Linie Bonita Men, so das Management. Auch die Schließung von über 150 Filialen innerhalb eines Jahres wirkten sich negativ auf das Umsatzvolumen aus. Trotzdem konnte Bonita das EBITDA gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf acht Millionen Euro fast verdoppeln.

Da die nun veröffentlichten zahlen durchaus den Erwartungen entsprechen, bestätigt der Konzernvorstand seine zum ersten Quartal 2017 angepasste Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Man gehe weiterhin von einem leichten Rückgang des Konzernumsatzes aus und erwarte gleichzeitig einen „starken Anstieg des berichteten EBITDA gegenüber dem Vorjahr“.

Foto: Tom Tailor