Trotz Umsatzrückgang: Benetton verringert Jahresverlust um 65 Prozent

Der Sanierungsplan des italienischen Modeunternehmens Benetton trägt erste Früchte. Das von Chief Executive Officer (CEO) Claudio Sforza geführte Unternehmen konnte seinen Verlust im Geschäftsjahr 2025 um über 65 Prozent reduzieren.

Sforza war im Juni 2024 ernannt worden und hatte umgehend einen Plan zur Sanierung und Rationalisierung des Unternehmens und seines Vertriebsnetzes eingeleitet.

Nach dem Abschluss der Reorganisation umfasst das Vertriebsnetz des 1965 von Luciano Benetton gegründeten Unternehmens rund 2.700 Verkaufsstellen weltweit. Benetton ist in 80 Ländern vertreten.

Der Jahresumsatz sinkt auf knapp 800 Millionen Euro

Zudem wurde die Unternehmensführung neu geordnet; die Änderungen traten im Januar dieses Jahres in Kraft. Ziel war es, die Effizienz zu stärken, die Transparenz der Geschäftsführung zu erhöhen, die Vermögenswerte aufzuwerten und die Voraussetzungen für gezielte Industriepartnerschaften zu schaffen.

Nach der Straffung ihres Vertriebsnetzes sank der Umsatz der Benetton Group im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf knapp 800 Millionen Euro. 2024 hatte er noch bei rund 915 Millionen Euro gelegen.

Beim Ergebnis konnte der Konzern hingegen in den vergangenen Jahren Fortschritte machen. 2023 hatte der Verlust bei 230 Millionen Euro gelegen, 2024 fiel er mit knapp 100 Millionen Euro nicht einmal halb so hoch aus. 2025 wurde der Fehlbetrag um weitere 65 Prozent auf rund 33 Millionen Euro verringert.

Die erste Industriepartnerschaft mit der italienischen Poste Italiane wurde vor wenigen Wochen verkündet und durch die institutionelle Beziehung zur Holdinggesellschaft Edizione ermöglicht. Die strategische Vereinbarung sieht den Einstieg von Poste Logistics, einem auf integrierte Logistik spezialisierten Unternehmen der Poste-Italiane-Gruppe, bei Benetton Logistics, einem Spin-off der Benetton Group, vor.

Daraus entsteht ein neues Joint Venture mit dem Namen „Logistic 360“, an dem Poste Italiane mit 51 Prozent und die Benetton Group mit 49 Prozent beteiligt sind. Zentrale Aspekte der Vereinbarung sind die Stärkung und Aufwertung des Logistikzentrums in Castrette di Villorba in der Provinz Treviso. Ziel ist es, die Anlage zu einem nationalen und internationalen Referenzzentrum zu entwickeln, das auch für neue Warensektoren offen ist.

Die Partnerschaft zwischen Poste Italiane und der Benetton Group zielt darauf ab, die Betriebskapazität der Infrastruktur erheblich zu steigern. Schon heute können dort 30 Millionen Kleidungsstücke auf einer Gesamtfläche von rund 400.000 Quadratmetern verwaltet werden. Davon sind 100.000 Quadratmeter mit automatisierten Anlagen der neuesten Generation ausgestattet. Das Vertriebszentrum kann bis zu 45.000 Pakete pro Tag abwickeln. Zudem optimiert eine Roboterflotte die Lagerhaltung und Kommissionierung für den E-Commerce.

Der Konzern setzt auf umfassende Reformen in der Produktion und Lieferkette

Das Betriebsmodell für Produktmanagement und Beschaffung wurde überarbeitet, um die Entwicklungs- und Produktionszeiten der Kollektionen zu verkürzen.

Diese gezielte Maßnahme soll das Unternehmen reaktionsschneller und wettbewerbsfähiger machen, damit es sich schnell an Markttrends und die Bedürfnisse der Verbraucher:innen anpassen kann. Im Rahmen der Lieferkette wurde ein umfassender Plan zur Rationalisierung der direkten Produktionsstandorte eingeleitet. Der Fokus liegt auf einer Beschaffung, die die Kosten erheblich senkt, indem auf ein Netzwerk hochqualifizierter, spezialisierter Lieferant:innen zurückgegriffen wird.

Der Relaunch von Benetton bezieht sich auch auf das Produkt. Die Weiterentwicklung der Marke soll insbesondere den Dialog mit den neuen Generationen intensivieren, indem die eigenen Wurzeln durch eine zeitgenössische Perspektive aufgewertet werden.

In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen eine Reihe erster Entwicklungsinitiativen gestartet. Dazu gehört eine Zusammenarbeit mit Netflix, aus der Kollektionen hervorgingen, die von ikonischen Programmen der Plattform wie der Serie „Stranger Things“ inspiriert sind. Ein weiteres Projekt ist der Relaunch von „Jean’s West“ durch eine neue Kollektion. Die 1974 gegründete Marke ist für Denim und ihre Western-Ästhetik bekannt.

Benetton-CEO Claudio Sforza Bild: Benetton Group

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

FashionUnited nutzt Künstliche Intelligenz, um die Übersetzung von Artikeln zu beschleunigen und das Endergebnis zu verbessern. Sie helfen uns, die internationale Berichterstattung von FashionUnited einer deutschsprachigen Leserschaft schnell und umfassend zugänglich zu machen. Artikel, die mithilfe von KI-basierten Tools übersetzt wurden, werden von unseren Redakteur:innen Korrektur gelesen und sorgfältig bearbeitet, bevor sie veröffentlicht werden. Bei Fragen oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte per E-Mail an info@fashionunited.com


ODER ANMELDEN MIT
Benetton
Benetton Group
Claudio Sforza