Uhrenhersteller Ulysse Nardin und Girard-Perregaux trennen sich von einem Viertel ihrer Mitarbeiter

Die Schweizer Uhrenmarken Ulysse Nardin und Girard-Perregaux, die zum französischen Luxusgüterkonzern Kering gehören, wollen bis Ende September rund hundert Stellen einsparen. Das entspricht rund einem Viertel ihrer Belegschaft. Dieser Schritt wurde nötig in einem für die Schweizer Uhrenindustrie schwierigen, von der Pandemie betroffenen Marktumfeld.

Der “brutale” Absatzstillstand während der Pandemie, gefolgt von “der Zaghaftigkeit der Erholung” in der Uhrenbranche, haben die beiden Marken nach einer Zeit der Kurzarbeit dazu veranlasst, die Produktion “neu zu dimensionieren”, wie sie in einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung erklärten. “Die Coronavirus-Epidemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen werden sich wahrscheinlich über mehrere Jahre hinziehen”, sagt Geschäftsführer Patrick Pruniaux in der Mitteilung.

Er ist jedoch der Ansicht, dass diese beiden grossen Schweizer Marken gut "gewappnet" sein werden, sobald diese Reduzierung der Belegschaft vollzogen ist. Die Schweizer Uhrenbranche wurde von den Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie hart getroffen, angefangen von der Schliessung der Geschäfte in den Ländern mit Lockdown, über die vorübergehende Schliessung vieler Schweizer Uhrenhersteller im März und April bis hin zum Reisestopp, der den Einzelhändlern viele asiatische Touristen vorenthielt. Mitte August gab das Schweizer Luxusuhrenunternehmen Bucherer bekannt, dass es 370 Stellen oder rund 15 Prozent seiner weltweiten Belegschaft abbaut, nachdem die Umsätze während des Lockdowns und durch das Ausbleiben der chinesischen Touristen, die zu den grössten Uhrenliebhabern gehören, stark eingebrochen waren.

Der Einzelhändler, der an der Spitze eines Netzes von Boutiquen in der Schweiz, aber auch in mehreren europäischen Hauptstädten, darunter Paris, London und Berlin, steht, hatte die Aussichten pessimistisch eingeschätzt und erwartet für die nächsten drei Jahre keine wesentliche Verbesserung. Im April hatten die Schweizer Uhrenexporte, die einen Hinweis auf die Bestellungen der Einzelhändler ausserhalb der Schweiz geben, einen historischen Tiefstand erreicht und sind auf Jahresbasis um 81,3 Prozent eingebrochen. (AFP)

Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.fr.

Bild : Ulysse Nardin Facebook

 

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