VF Corporation: Jahresumsatz stagniert, Gewinn schrumpft

Der Gewinn des US-amerikanischen Bekleidungskonzerns VF Corporation ist im Geschäftsjahr 2016 kräftig geschrumpft. Der Umsatz blieb gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Zuwächsen im Auslandsgeschäft und im eigenen Einzelhandel immerhin stabil. „Mit seinem globalen Geschäftsmodell, dem vielfältige Markenportfolio und strikter operativer Disziplin hat VF trotz des unsicheren US-Marktes auch 2016 solide Zahlen abgeliefert“, erklärte Executive Chairman Eric Wiseman in einer Unternehmensmitteilung. Für das laufende Jahr rechnet das Management mit einem Zuwachs beim Umsatz und einem erneuten Rückgang beim Gewinn.

Der Umsatz aus fortgeführten Geschäften – also ohne den Anteil der inzwischen verkauften Sparte Contemporary Brands mit den Marken 7 For All Mankind, Splendid und Ella Moss – belief sich im vergangenen Jahr auf 12,0 Milliarden US-Dollar (11,3 Milliarden Euro). Damit erreichte er in etwa das Vorjahresniveau. Bereinigt um Wechselkursveränderungen wuchsen die Erlöse um ein Prozent.

Positiv entwickelten sich dabei vor allem das Auslandsgeschäft und der eigene Einzelhandel. Außerhalb der USA wuchsen die Erlöse um vier Prozent (währungsbereinigt +6 Prozent). Sowohl in Europa (+5 Prozent, währungsbereinigt +4 Prozent) als auch im asiatisch-pazifischen Raum (+3 Prozent, währungsbereinigt +6 Prozent) konnte der Konzern solide Fortschritte machen. Die globalen Retail-Erlöse wurden um acht Prozent (währungsbereinigt +9 Prozent) gesteigert.

Die Marke Vans bleibt Wachstumsmotor

Die umsatzstärkste Sparte des Konzerns schloss auch 2016 mit einem Plus ab: Das Segment Outdoor & Action Sports steigerte seinen Umsatz um zwei Prozent auf 7,5 Milliarden US-Dollar. Überdurchschnittlich entwickelte sich die Marke Vans, deren Erlöse um sechs Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Auch Timberland verbuchte mit 1,8 Milliarden US-Dollar ein kleines Plus (+1 Prozent). Bei der Outdoor-Marke The North Face waren die Erlöse hingegen rückläufig: Sie schrumpften um zwei Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar.

Aufwärts ging es auch in der Sparte Imagewear (+2 Prozent, 1,1 Milliarden US-Dollar). Im Segment Jeanswear mit den Marken Wrangler und Lee sank der Umsatz um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden US-Dollar, die Sportswear-Sparte, in der die Labels Nautica und Kipling geführt werden, musste sogar einen Umsatzrückgang um 16 Prozent auf 536 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Der Jahresüberschuss von VF sinkt um 13 Prozent

Negative Währungseffekte, Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen belasteten das Ergebnis. So sank der operative Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 1,50 Milliarden US-Dollar. Der ausgewiesene Nettogewinn, in dem auch die Verluste der inzwischen abgegebenen Marken enthalten sind, schrumpfte um 13 Prozent auf 1,07 Milliarden US-Dollar (1,01 Milliarden Euro). Der Überschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen ging um elf Prozent auf 1,17 Milliarden US-Dollar zurück.

Im laufenden Geschäftsjahr 2017 soll der Umsatz trotz ungünstiger Wechselkursveränderungen wieder etwas zulegen: Der Konzern prognostiziert ein Wachstum „um einen niedrigen einstelligen Prozentsatz“. Dafür sollen Steigerungen in den Segmenten Outdoor & Action Sports und Imagewear sorgen. Das Ergebnis pro Aktie wird aufgrund negativer Währungseffekte voraussichtlich leicht zurückgehen.

Foto: Vans via Facebook
 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN