Vidrea: Übernahme von Charles Vögele Niederlande kostete 4,4 Millionen Euro

Im März übernahm das eigens gegründete Handelsunternehmen Vidrea Retail die insolvente niederländische Tochter des schweizerischen Bekleidungsherstellers Charles Vögele. Der neue Eigentümer plant, den Großteil der Filialen mit einem neuen Konzept als Mode-Multimarkenstores wiederzubeleben. Nun wurden Details der Transaktion und neue Informationen zur Zukunft des Unternehmens bekannt.

In einem zweiten Bericht präsentierten die Konkursverwalter von Charles Vögele Niederlande aktuelle Informationen. Demnach zahlte Vidrea Retail insgesamt 4,4 Millionen Euro für die Übernahme. Etwa zwei Millionen Euro entfielen auf das Inventar und die Lagerbestände der betreffenden Stores, die übrigen 2,4 Millionen Euro auf Liquidationskosten.

Auch zu den weiteren Plänen gab es Neuigkeiten: Inzwischen zeichnet sich ab, dass Vidrea etwa achtzig der ursprünglich 95 Stores von Charles Vögele in den Niederlanden für sein neues Konzept nutzen will. Für die meisten Mitarbeiter bedeutet das, dass sie ihre Arbeitsplätze behalten werden. Aus dem nun vorgelegten Bericht geht hervor, dass neunzig Prozent der bisherigen Beschäftigten neue Vertragsangebote gemacht wurden.

Der angeschlagene Textilfilialist Charles Vögele war im vergangenen November von Sempione Retail übernommen worden, einem Konsortium aus Investoren und dem italienischen Bekleidungshändler OVS. Der neue Eigentümer kündigte an, lediglich die Stores in der Schweiz, Österreich, Ungarn und Slowenien weiter betreiben und diese in das Filialnetz von OVS integrieren zu wollen. Für die niederländische Tochter von Charles Vögele blieb nur noch der Gang in die Insolvenz. Im März übernahm Vidrea Retail das bankrotte Unternehmen und verkündete den Relaunch mit neuem Konzept.

Foto: Charles Vögele
 

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