Warum Modemarken internationalen Handel einmal aufbauen und dann überall skalieren sollten

Modemarken benötigen eine internationale Grundlage, die neue Märkte, Kanäle und Kund:innenerwartungen unterstützen kann, ohne die Komplexität zu erhöhen, sagt ESW-Chief Product Officer Frank Kouretas.
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Jede neue Art, wie Kund:innen einkaufen, eröffnet eine weitere Möglichkeit für internationales Wachstum. Auf den E-Commerce folgte Social Commerce, nun beginnt Agentic Commerce, diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Was sich dabei nicht verändert, sind die Prozesse hinter der Transaktion: Zahlungsmethoden, Preisgestaltung, Zölle, Compliance, Lieferung und Retouren.

Viele Marken expandieren noch immer Markt für Markt und ergänzen mit jedem neuen Land weitere Systeme und Prozesse. Mit der zunehmenden Entwicklung des Handels wird dieses Modell jedoch immer schwieriger aufrechtzuerhalten.

Einmal aufbauen, überall expandieren

Große Marken haben bereits erheblich in E-Commerce-Plattformen sowie ERP-, OMS- und Fulfillment-Systeme investiert. Diese Infrastruktur wollen sie nicht ersetzen, sondern um eine internationale Ebene ergänzen, die sich nahtlos in ihre bestehenden Systeme und Prozesse integriert.

Eine zentrale internationale Infrastruktur koordiniert Zahlungen, Lokalisierung, Compliance, Fulfillment und Kund:innensupport über verschiedene Märkte hinweg. Wenn neue Einkaufsmöglichkeiten für Kund:innen entstehen, sollten Marken dafür nicht jedes Mal eine zusätzliche internationale Infrastruktur aufbauen müssen. Stattdessen sollten sich neue Kanäle an dieselbe Grundlage anbinden lassen. Das senkt Implementierungskosten, beschleunigt den Markteintritt und reduziert redundante Prozesse im gesamten Unternehmen.

Wachstum sollte nicht auf Kosten der Marke gehen

Eine der größten Entscheidungen für große Einzelhändler:innen ist, wie viel der internationalen Expansion sie selbst verwalten sollten. Viele entscheiden sich dafür, das internationale Geschäft intern abzuwickeln, weil sie befürchten, die Kontrolle über das Kund:innenerlebnis zu verlieren. Das ist eine berechtigte Sorge.

Luxus- und Premium-Unternehmen haben Jahre in den Aufbau von Kund:innenvertrauen investiert. Jeder Checkout, jede Lieferung und jede Kund:inneninteraktion wirkt sich auf die Marke aus. Die Technologie ist entscheidend. Um sie in Dutzenden von Märkten zum Laufen zu bringen, braucht es Erfahrung. Es braucht auch Menschen, die das Geschäft, die Kund:innen und die bedienten Märkte verstehen. Viele Unternehmen nehmen die zusätzlichen Kosten und den Aufwand in Kauf, weil sie das Kund:innenerlebnis nicht beeinträchtigen wollen. In der Praxis verlangsamt das die Expansion oft, ohne sie zu verbessern.

Für viele Unternehmen wird der richtige Partner zu einer Erweiterung ihres Teams. Er hilft dabei, in jedem Markt den gleichen Erlebnisstandard zu liefern. Das ermöglicht es internen Teams, sich auf Produkt, Merchandising und Kund:innenakquise zu konzentrieren, während der internationale Handel weiterhin auf dem gleichen Niveau operiert, egal wo die Kund:innen kaufen.

Einmal aufbauen, wiederholt skalieren

Die italienische Tod’s Group hatte ein klares Ziel: vier Luxusmarken in 50 neue Märkte zu expandieren, ohne Abstriche beim Kund:innenerlebnis zu machen. Dafür musste sie über alle relevanten Bereiche hinweg – von Zahlungen und Preisgestaltung bis hin zu Zöllen, Compliance und Lieferung – denselben Standard gewährleisten, unabhängig davon, wo Kund:innen einkauften.

Statt diese Strukturen für jeden Markt einzeln aufzubauen, schuf das Unternehmen eine internationale Grundlage, auf der sich jede weitere Expansion aufsetzen ließ. Für die Kund:innen blieb das Erlebnis konsistent und hochwertig, während die Gruppe intern ein koordiniertes Betriebsmodell für alle Märkte nutzen konnte.

Für die Zukunft gebaut

Die Möglichkeiten, wie Marken Kund:innen erreichen und verkaufen, werden weiter zunehmen. Social Commerce hat die Orte erweitert, an denen Marken verkaufen können. Agentic Commerce beginnt, dasselbe zu tun, und weitere Kaufmöglichkeiten werden folgen. Marken sollten nicht bei jeder Veränderung ihre internationale Infrastruktur neu aufbauen müssen.

Diese Flexibilität liefert bereits messbare Ergebnisse. Eine Modemarke verbesserte ihre Checkout-Conversion um 16 Prozent, nachdem sie ein stärker lokalisiertes Betriebsmodell eingeführt hatte. Eine andere steigerte das Bestellvolumen im Checkout um 60 Prozent und den Bestellwert um 52 Prozent. Zusammen zeigen diese Ergebnisse den Wert einer internationalen Grundlage, die sich ohne unnötige Komplexität skalieren lässt.

Neue Vertriebskanäle werden kommen. Die Infrastruktur hinter der internationalen Expansion sollte dafür bereits bereitstehen.

Um zu erfahren, wie ESW Modemarken dabei hilft, die internationale Grundlage für ein zuversichtliches internationales Wachstum zu schaffen, besuchen Sie esw.com.

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