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Warum schmerzt Sourcing noch immer?

Jede:r Sourcing- und Produktionsmanager:in kennt diese Erfahrung.
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Die Entwürfe sind fertig, die Deadlines eng gesetzt und das Vertrauen liegt bei einer neuen Lieferantin oder einem neuen Lieferanten. Zu Beginn herrscht Optimismus. Doch schon bald setzt die Realität ein: Angebote lassen auf sich warten, Prototypen verzögern sich, Stoffe werden falsch interpretiert, Liefertermine verschieben sich. Und manchmal entspricht die finale Lieferung schlicht nicht der Bestellung.

Das ist die tägliche Realität im Sourcing. Läuft alles gut, ist es eine Freude: eine reibungslose Zusammenarbeit, die Vertrauen schafft, pünktlich liefert und kreative Prozesse beflügelt. Läuft es schlecht, wird es schmerzhaft: verpasste Markteinführungen, beschädigte Beziehungen und permanentes Krisenmanagement. Die Wahrheit ist, dass die meisten Einkäufer:innen jede Saison aufs Neue zwischen diesen beiden Extremen pendeln.

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1. Die Kommunikationslücke

Schlechte Kommunikation ist der Kern vieler Beschaffungsprobleme. Lieferant:innen versprechen zu viel und halten zu wenig, verdrehen Fakten oder melden sich erst, wenn es für ein Eingreifen zu spät ist. Während Zeitpläne aus dem Ruder laufen, sind Einkäufer:innen damit beschäftigt, Antworten einzufordern, statt Kollektionen zu steuern. In einer Branche, die auf Vertrauen und Timing basiert, ist mangelnde Klarheit mehr als nur ärgerlich, sie untergräbt die Beziehung grundlegend.

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2. Geschwindigkeit & Reaktionsfähigkeit

Mode bedeutet Geschwindigkeit. Dennoch agieren viele Lieferant:innen träge. Angebote für neue Projekte lassen wochenlang auf sich warten, die Entwicklung von Prototypen und Stoffen zieht sich, Liefertermine werden ohne Vorankündigung verschoben. Für Einkäufer:innen mit eng getakteten Zeitplänen ist eine Verzögerung nach der anderen nicht nur frustrierend, sondern geschäftsschädigend.

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3. Technische Kompetenz

Wenig frustriert Einkäufer:innen mehr als mangelnde technische Expertise auf Lieferantenseite: von einem falschen Verständnis von Stoffen bis hin zu unklaren Testverfahren führt dies zu Verzögerungen und Risiken. Die Qualitätssicherung (QS) wirkt oft improvisiert und die Zeit- und Ablaufpläne sind inkonsistent. Anstatt sich auf das Wissen der Partner:innen verlassen zu können, müssen Einkäufer:innen den Fabriken die Grundlagen erklären.

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4. Innovation & Ideen

Gute Lieferant:innen denken mit. Sie bringen neue Stoffe, kreative Zutaten und Designimpulse ein, die Kollektionen weiterentwickeln. Doch viele Akteur:innen bleiben rein reaktiv und warten auf Anweisungen. In einem Markt, in dem Differenzierung entscheidend ist, macht fehlende Innovationskraft eine Zusammenarbeit schnell transaktional statt inspirierend.

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5. Compliance & Werte

Audits und Zertifizierungen sind heute Standard. Dennoch stellen sich Einkäufer:innen immer wieder dieselben Fragen: Werden Arbeitsstandards tatsächlich eingehalten? Werden Mitarbeitende fair behandelt? Und werden Fehler offen zugegeben oder unter den Teppich gekehrt?

Heutige Verbraucher:innen ziehen Marken immer stärker zur Verantwortung. Das bedeutet, dass Einkäufer:innen das Risiko tragen, wenn ein:e Lieferant:in versagt. Stimmen die Werte nicht überein, wird eine funktionierende Partnerschaft schnell problematisch.

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6. Mindestmengen & Flexibilität

Starre Mindestbestellmengen (MOQs) und Mindestfarbmengen (MCQs) stehen Innovationen häufig im Weg. Einkäufer:innen möchten Konzepte testen, kleinere Auflagen produzieren oder flexibel auf Marktentwicklungen reagieren. Fehlt diese Flexibilität auf Lieferantenseite, kommt Innovation zum Stillstand, bevor sie beginnen kann. Eine echte Partnerschaft sollte Spielräume eröffnen – nicht einschränken.

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7. Verzögerung beim Versand

Verspätete Lieferungen zählen zu den gravierendsten Problemen im Sourcing. Selbst wenn die Produktion pünktlich abgeschlossen ist, können verpasste Abfahrten, fehlerhafte Dokumentation oder mangelhafte logistische Abstimmung zu erheblichen Verzögerungen führen. Für Einkäufer:innen bedeutet das nicht nur verpasste Verkaufschancen, sondern auch gestörte Lagerbestände, Umsatzeinbußen und Druck seitens des Handels. Im heutigen, stark zeitkritischen Modezyklus ist eine verspätete Lieferung oft gleichbedeutend mit einer verlorenen Saison.

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8. Verantwortung

Das größte Problem von allen ist die Verantwortlichkeit (Accountability). Jede:r Einkäufer:in kennt die Situation: Ein fehlerhaftes Produkt trifft ein, und der:die Lieferant:in weist jede Verantwortung von sich. Fehler passieren – entscheidend ist, wie damit umgegangen wird. Wer Verantwortung verweigert, reduziert eine Partnerschaft auf reines Schadensmanagement und zerstört langfristig Vertrauen.

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9. Die ‘Honigfalle’

Eine der schädlichsten und am wenigsten diskutierten Einkaufspraktiken ist das, was viele Einkäufer:innen als ‘Honigfalle’ erleben. Um einen ersten Auftrag zu gewinnen, senken manche Lieferant:innen ihre Preise bewusst unter ein nachhaltiges Niveau. Kurzfristig wirkt das attraktiv, langfristig entstehen jedoch falsche Erwartungen und wirtschaftlich unausgewogene Beziehungen.

Idealerweise arbeiten Lieferant:innen nach klaren Prinzipien. Höhere Volumina rechtfertigen niedrigere Margen, kleinere oder komplexere Aufträge erfordern höhere. Diese Logik sollte von Beginn an transparent kommuniziert werden. Faire, nachvollziehbare Preise schaffen Vertrauen – fehlt diese Transparenz, ist Enttäuschung vorprogrammiert.

Hier überschneiden sich Verantwortung und Kostentransparenz. Sind Preise, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten von Anfang an klar definiert, entstehen viele Probleme im Sourcing gar nicht erst.

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Schmerz oder Freude – die Wahl ist real

Bei Cortex ist diese Zukunft kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Praxis. Merchandising-, QS- und Produktionsteams arbeiten dort seit Jahrzehnten eng zusammen und verfügen über tiefgreifende Expertise in Qualitätskontrolle, Inspektion, Logistik, Finanzen, Account Management, Stoffbeschaffung, Design & Entwicklung sowie Produktentwicklung. Diese Kontinuität sorgt für Abstimmung, Geschwindigkeit, Verantwortlichkeit und technische Tiefe entlang der gesamten Lieferkette.

Bild: Cortex

Für Einkäufer:innen, die genug haben von Reibungsverlusten, permanentem Krisenmanagement und Unsicherheit, bietet Cortex eine alternative Erfahrung, geprägt von Stabilität, Transparenz, Reaktionsfähigkeit und langfristigen Partnerschaften.

Wer weniger Schmerz im Sourcing und mehr funktionierende Zusammenarbeit sucht, ist eingeladen, diese Partnerschaft kennenzulernen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Men of Orange, einem in den Niederlanden ansässigen Unternehmen, das Marken weltweit mit Hersteller:innen und Produktionspartner:innen verbindet.

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