Wolford verzichtet auf Kapitalerhöhung
Der österreichische Bekleidungsanbieter Wolford AG wird sein Grundkapital nun doch nicht weiter aufstocken. Am Samstag teilte das zum chinesischen Modekonzern Lanvin Group gehörende Unternehmen mit, dass es auf die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung verzichten wird. Vorausgegangen waren Konsultationen mit dem Mutterkonzern.
„Sondierungsgespräche mit der Hauptaktionärin haben ergeben, dass die Durchführung der Kapitalerhöhung innerhalb der von der Hauptversammlung gesetzten Frist angesichts des erwartbaren Zeichnungsvolumens neuer Aktien aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll erscheint“, heißt es in einer Mitteilung. „Eine Beeinträchtigung der Fähigkeit der Gesellschaft, ihren Liquiditätsbedarf zu decken, ist infolge der Nichtdurchführung der Kapitalerhöhung nicht zu erwarten.“ Die Lanvin Group habe zudem „die langfristige strategische Bedeutung der Wolford AG betont“ und bestätigt, „dass die Gesellschaft weiterhin finanziell unterstützt wird, unter anderem mittels Gesellschafterdarlehen“.
Die Jahreshauptversammlung hatte den Vorstand von Wolford Ende Juli vergangenen Jahres ermächtigt, das Grundkapital durch die Ausgabe von knapp 7,7 Millionen neuen Aktien auf bis zu 22,6 Millionen Euro zu erhöhen, nachdem erst wenige Wochen zuvor eine Kapitalerhöhung durchgeführt worden war. Die jüngste Ermächtigung war bis zum 31. Januar befristet und wurde angesichts der Ergebnisse der jüngsten Gespräche mit der Lanvin Group nun nicht genutzt. Der Vorstand werde zudem „der nächsten ordentlichen Hauptversammlung vorschlagen, den Kapitalerhöhungsbeschluss zu widerrufen“, teilte Wolford mit.
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