Aktionsbündnis #handelstehtzusammen fordert Wiedereröffnung des stationären Handels

Das Aktionsbündnis #handelstehtzusammen fordert die Absicherung von Unternehmen, deren Existenz durch die Pandemie-bedingten Schließungen bedroht ist. Dafür wurde eine digitale Unterschriftenaktion gestartet die aktuell 12.862 Unterstützer aus Handel, Gewerbe, Industrie und Privathaushalten hat.

Die teilnehmenden Unternehmen würden den Ernst der Lage erkennen und seien bereit alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, um das Infektionsgeschehen einzudämmen, kritisieren aber die Beschlüsse der Regierung, heißt es in einer Mitteilung des Zusammenschlusses.

Kritisiert wird dabei die Darstellung des Infektionsrisikos beim Einkaufen durch die Politik und die daraus resultierende, vorübergehende Zwangsschließung vieler Einzelhändler. Laut einer Umfrage der Initiative bei den unterzeichnenden Unternehmen habe ergeben, dass die Infektionszahlen bei den Mitarbeitern in den Einzelhandelsbetrieben unterdurchschnittlich und repräsentativ für den gesamten stationären Einzelhandel sei. Andere Branchen würden deutlich höhere Zahlen haben und daher seien die Maßnahmen an der falschen Stelle getroffen wurden, so die Mitteilung.

Bündnis: Entschädigungen sind unzureichend

Die angeschlagenen Einzelhändler empfinden die angebotenen Entschädigungen der Überbrückungshilfe III als “willkürlich, ungerecht und völlig unzureichend”. Die Unterstützung würde nicht annähernd die Verluste während der Ladenschließung ausgleichen und nur einen Teil der Betriebskosten abdecken, heißt es in der Mitteilung. Deshalb fordert das Aktionsbündnis die zeitnahe Wiederöffnung des stationären Handels – unter Beibehaltung der Hygienekonzepte – oder unter Fortsetzung des Lockdowns eine Entschädigung zur Sicherung der Unternehmensexistenzen.

Die Initiatoren des Aktionsbündnisses #handelstehtzusammen

Die Initiatoren der Initiative sind mittelständische Händler aus Baden-Württemberg in den Bereichen Bekleidung und Kosmetik. Dazu gehören der Herrenausstatter Michelberger und das Modehaus Binder aus Bad Wurzach, das Schuhhaus Werdich mit Sitz in Dornstadt, der Lederaccessoire-Händler Rupp aus Wangen, der Ravensburger Modehändler Reischmann und die Parfümerie Bittel.

Die unterzeichnenden Handelsbetriebe seien innovative, modern aufgestellte Familienunternehmen, die nicht durch einen Strukturwandel, sondern durch die Corona-Verordnungen in ihrer Existenz gefährdet oder wirtschaftlich schwer geschädigt werden, heißt es auf der Initiativen-Seite.

Foto: David Visnjic/Andolu Agency via AFP

 

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