Allgemeines Aufatmen: Kaufkraft in Europa steigt wieder

Trotz Finanzkrise, mauer Wirtschaftsdaten und der Flüchtlingsbewegungen der letzten Monate blicken die Europäer insgesamt optimistischer in dieZukunft als in den vergangenen Jahren. Bereits 2015 stieg die Kaufkraft in 33 Ländern Europas, und auch für das laufende Jahr herrschen gute Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum im Einzelhandel.

So prognostiziert die Gesellschaft für Kosnumforschung (GfK) für die Länder der EU-28 ein anhaltendes, jedoch insgesamt etwas gebremstes nominales Wachstum von 1,1 Prozent (auf Eurobasis). Besonders positive Entwicklungen erwartet die GfK in Rumänien mit einem Plus von 7,2 Prozent sowie weiterhin in den baltischen Staaten mit einem mindestens 3,8-prozentigen Zuwachs. Mit einer starken Dynamik rechnet GfK auch im schwedischen (+4,8 Prozent) und spanischen (+3,7 Prozent) Ladeneinzelhandel.

Trotzdem warnt der GfK-Einzelhandelsexperte Gerold Doplbauer vor zu großen Erwartungen: „2015 war ein gutes Jahr für die Verbraucher Europas. Die Wirtschaftsleistung in der Europäischen Union wuchs nominal um 4,7 Prozent und die Arbeitslosigkeit ging in den meisten Ländern zurück. Wachstumsimpulse setzte vor allem der private Konsum: Wegen des Zinstiefs lohnt sich traditionelles Sparen kaum noch, viele Menschen geben ihr Geld daher lieber aus. Davon profitiert auch der Einzelhandel. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Regionen Europas große Unterschiede. Und den positiven Entwicklungen stehen politische und ökonomische Unsicherheiten gegenüber.“ Es bleibe abzuwarten, wie sich die Flüchtlingskrise, die Terrorgefahr in Europa sowie die anhaltende wirtschaftliche Schwächephase in aufstrebenden Volkswirtschaften auf die Investitionsfreude der Unternehmen und der Verbraucher in Europa auswirkten, so Doplbauer.

Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de

 

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