BTE: Liefertermine besser an tatsächlichen Bedarf anpassen

Für ihre Gespräche bei den Berliner Modewochen hat der Handelsverband Textil (BTE) den Einkäufern des Modehandels einige Ratschläge mit auf den Weg gegeben. So sollte es nicht nur um kommende Trends sondern vor allem auch um eine „stärkere Endkunden-orientierte Saison- und Flächenplanung“ gehen. „2017 gab es im März und September zwar dank passender Wetterlagen starke Saisonauftakte, in den Vorjahren war dies jedoch oft anders und kann daher für die Planung nicht als Regel gelten“, so der BTE.

Liefertermine sollten noch näher an die „Bedarfstermine“ der Käufer zu rücken, die Mengen- bzw. Flächenplanung angepasst werden. Der Verband fordert daher: „Jedes Modehaus muss für sich prüfen, welche Ware die Kunden in welcher Auswahl zu welchem Zeitpunkt wünschen. Ansonsten sind nur unnötig frühe und hohe Abschriften vorprogrammiert.“

Zugleich ermutigt der BTE seine Mitglieder zu konsequentem Handeln: „Wenn sich Industriepartner nicht auf bedarfsgerechtere Liefertermine einlassen wollen, sollte man über Alternativen nachdenken. Etliche ehemals unverzichtbar erscheinende Marken haben – nicht zuletzt aufgrund von Überdistribution – merklich an Bedeutung eingebüsst. Andererseits haben in den letzten Saisons manche neuen Marken mit guten Konzepten fast aus dem Stand beachtliche Umsätze erzielen können. Es wird gerade für den mittelständischen Modefachhandel immer wichtiger, seine Sortimente ständig zu hinterfragen und nach Alternativen Ausschau zu halten.“

Foto: Fashion United