Chanel will 2016 Internethandel starten

Der Tag, von dem jeder dachte, er würde niemals kommen würde, ist da, und einige Modefans könnten deshalb einen Herzinfarkt bekommen. Chanel, die bekannteste Luxusmarke der Welt, hat angekündigt, dass das Unternehmen im Jahr 2016 in den Internethandel einsteigen werde. Laut Bruno Pavlovsky, Chanels Präsident, wird dies voraussichtlich im vierten Quartal 2016 geschehen. Drei der Métiers d'Art Unternehmen, die unter der Paraffection Tochtergesellschaft zu Chanel gehören, werden ebenfalls in den elektronischen Handel einsteigen.

Leider hat Pawlowsky es abgelehnt, Einzelheiten zu Chanels E-Kommerz-Einstieg zu geben. Auf die Frage, ob das Modehaus mit einem Bereich oder einem engen Produktangebot anfangen werde, sagte er nur, es sei "viel zu früh", um Einzelheiten zu besprechen. Er sagte, dass der Schritt mit einigen Boutiquen des stationären Handels vernetzt werden müsse. Mit zwei von Chanels bekanntesten Boutiquen in New York City an der Madison Avenue und in Soho sollte der US-amerikanische Markt damit keine Probleme haben.

Während jeder von der Aussicht begeistert ist, vielleicht in der Lage zu sein, eine 2,55 mm Handtasche im Internet zu bekommen, ist der Hauptgrund für den Beginn von Chanels Onlineverkauf das Wachstum ihrer Métiers d'Art Unternehmen. Aus diesem Grund sind eigene Websites für Handschuhhersteller Causse, Hutmacher Maison Michel und das Kaschmirhaus Barrie Knitwear geplant. Michel und Barrie betreiben derzeit Boutiquen in London und Paris, während Causse ein Geschäft in Paris hat.

Mithilfe des Internethandels wird es in der Macht dieser Marken stehen, Kunden weltweit zu erreichen. Pavlovsky hat argumentiert, dass dies nichts wirklich Neues für Chanel sei, sondern nur der nächste Schritt im Wachstum des Unternehmens. "Es ist weniger eine Verlagerung, sondern eine Entwicklung, um unsere Kunden besser bedienen zu können. Einige Kunden sind in der Lage, in die Boutique zu kommen. Manchmal wollen sie dies nicht, da sie schneller sein wollen und genau wissen, was sie wollen. So sollte [ein neuer Dienst] in der Lage sein, besser auf Kundenwünsche eingehen zu können. So ist es mehr ein Online-Dienst als ein reiner E-Kommerz-Ansatz ", sagte Pawlowsky gegenüber Women’s Wear Daily. Was immer der Grund, auf jeden Fall können sich Mode-Liebhaber nun über die Möglichkeit freuen, Chanel durch ihren freundlichen Postbote geliefert zu bekommen; ein Traum, der aufgrund der exklusiven Kultur von Luxusmarken lange keine Wirklichkeit zu werden schien.

Während Chanel jedoch den elektronischen Handel begrüßt, sind andere Marken wie Céline der Ansicht, dass er den exklusiven Charakter ihrer Marke beeinträchtige. Trotzdem ist ein 3.000-Dollar Preisschild für eine Marke immer noch ziemlich exklusiv. Hoffentlich wird Chanel den Weg für den elektronischen Handel weiterer Pariser Luxusmodehäuser ebnen.

 

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