Coronavirus: Deutsche Einzelhändler bekommen sinkende Kundennachfrage zu spüren

Deutsche Einzelhändler leiden bereits unter sinkenden Kundenfrequenzen und abnehmender Nachfrage aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Das zeigt eine Umfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) bei der rund 700 Handelsunternehmen befragt wurden.

Fast zwei Drittel der Unternehmen gaben an, dass sie unter sinkender Kundennachfrage leiden und rechnen mit einer Verschärfung der Lage in den kommenden Wochen. Unter den befragten Unternehmen nimmt die Hälfte bereits jetzt einen “deutlichen” Rückgang wahr.

Ausgenommen davon sind Unternehmen, die Waren des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel oder Hygieneartikel, vertreiben. Diese Läden stellen eine erhöhte Nachfrage nach einzelnen Produkten fest. Allerdings wird damit gerechnet, dass dieser nachfrageerhöhende Effekt nachlassen wird.

Beschaffungsengpässe

Laut der Umfrage des HDE bemerken bereits die Hälfte der Unternehmen geringe Lieferengpässe und 9 Prozent sogar deutliche Beschaffungsprobleme. Für die kommenden vier Wochen erwartet fast ein Drittel der Befragten deutliche Einschränkungen bei der Beschaffung.

Der Handelsverband fordert auch konkret Maßnahmen, damit die Einzelhänler auf kurzfristige Sicht liquide bleiben. Dazu zählen die Verlagerung von Steuervorauszahlungen bei der Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Umsatzsteuer. Eine solche Maßnahme werde außerdem den Unternehmen dabei helfen eine langfristige Finanzierung zu planen und umzusetzen. Insbesondere wird auch der Einzelhandel auf die Möglichkeiten von Kurzarbeitergeld angewiesen sein, dass aber erst im April Wirkung entfalten könnte. Der HDE begrüßt daher die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung.

Bild: FashionUnited

 

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