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Das Einkaufsverhalten der Generation Z und was Händler wissen sollten

Von Don-Alvin Adegeest

9. Dez. 2016

Einzelhandel

Eine neue Studie von Shoppercentric hat das Einkaufsverhalten der Generation Z (im Alter zwischen 15 und 24 Jahren) genauer unter die Lupe genommen. Die Studie hält einige Überraschungen über die heranwachsende Generation der Geldverdiener, die vor allem Händler berücksichtigen sollten.

„Generation Z ist eine faszinierende Konsumentengruppe“, sagt Danielle Pinning, Managing Director bei Shoppercentric. “Sie sind absolut vernetzt aufgewachsen und beginnen nun, Geld zu verdienen. Das bedeutet, dass wir ihre Kaufkraft langsam zu spüren bekommen werden. Es wurde schon vieles über sie als Konsumenten gesagt, aber es gab bisher noch keine Untersuchung, die ihr Einkaufsverhalten unter die Lupe nimmt. Wir wollten diesen Aspekt beleuchten und einen Blick in die Zukunft des Handels werfen. Wir müssen uns nur die Zeit nehmen, auf sie zu hören.”

Generation Z bewertet Erfahrungen höher als materielle Gegenstände

Ein Ergebnis der Studie ist, dass die Shopping-Motivation der Generation Z stärker auf Erlebnisse ausgerichtet ist, als auf materielle Werte. 34 Prozent der Befragten stimmten der Aussage stark zu, ihnen sei es wichtiger, das Gefühl zu haben, gute Erfahrungen zu machen, als Besitztümer zu erlangen. Bei älteren Befragten sank diese Zustimmungsrate auf 28 Prozent.

Was die Häufigkeit angeht, so geht die Kohorte mindestens siebenmal pro Monat - achtmal bei Männern dieser Altersgruppe – einkaufen, sowohl im stationären Handel als auch online. Der stationäre Handel hat Grund zur Freude: 52 Prozent der Befragten sagten, dass Shoppen gehen eine Freizeitaktivität sei, die ihnen Freude bereite. Dies konnten unter den älteren Befragten nur 44 Prozent behaupten.

Die Smartphone Nutzung im Laden beeinflusst Kaufentscheidungen

Gen Z-Shopper haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, Displays im Laden zu benutzen. 49 Prozent stimmen zu, dass sie Displays im Laden nutzen, um sich inspirieren zu lassen – gegen 41 Prozent der restlichen Bevölkerung. Sie benutzen auch ihre Smartphones um sich beim Kauf im Laden bessere Informationen zu beschaffen – im Vergleich nutzen diese Möglichkeit nur 38 Prozent der älteren Kunden.

Die Mitglider der Generation Z lieben Schnäppchen genauso wie ältere Befragte und 48 Prozent geben zu, das günstigste Angebot in Anspruch zu nehmen, um mehr von den Dingen kaufen zu können, die sie wirklich wollen.

Als bestvernetzte Generation haben die Shoppenden kein Problem damit, mehr Artikel zu kaufen, als sie behalten wollen und diese zu einem späteren Zeitpunkt zurück zu geben. 28 Prozent der befragten Gen Z-ler kaufen Dinge, von denen sie wissen, dass sie sie zurückbringen werden. Dies tun unter den älteren Befragten nur 10 Prozent.

Social Media ist wichtigster Einfluss auf Generation Z

Die sozialen Medien spielen eine großen Rolle für die Alterskohorte und es ist bei ihnen wahrscheinlicher, dass sie über die Grenzen ihrer sozialen Gruppe, Familie und Freunde und selbst über gleichgesinnte Gruppen, Händler und Brands hinaus vernetzt sind.

Pinnington fasst zusammen: „Uns allen ist bewusst, dass Generation Z leicht gelangweilt ist und eine kurze Aufmerksamkeitsspanne hat. Auf der anderen Seite haben sie viel Selbstbewusstsein und ein hervorragendes Support-System, dank den sozialen Medien. So umgehen sie Risiken bei der Auswahl ihrer Entscheidungen und Käufe. Sie sind sich außerdem im Klaren darüber, dass die Händler Interesse an ihnen haben und sie kennenlernen wollen. Damit heben sie sich von anderen Zielgruppen, insbesondere älteren, ab, die das nicht fühlen.“

Fotos: Generation Z, Quelle Entrepreneur