Douglas will Onlinehandel um Mode, Accessoires erweitern

Die Parfümerie Douglas GmbH will verstärkt in den Onlinehandel einsteigen und noch in diesem Jahr einen Online-Marktplatz einführen, auf dem es außer Parfum- und Kosmetikprodukten auch Mode, Uhren und andere Accessoires geben soll. Zudem wolle das Unternehmen mehr zum Luxus-Label werden. Dies gab Douglas-Chefin Tina Müller vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf am Donnerstagabend bekannt.

Nach einer erfolgreich verlaufenen Testphase im Januar bietet Douglas seit März bereits mit ‘Douglas Beauty Booking’ eine neue Online-Plattform an. Über diese können Friseur- und Kosmetiktermine gebucht und gegebenenfalls storniert werden, und zwar rund um die Uhr. Zunächst nur in Berlin, aber weitere Städte sollen folgen. In der Hauptstadt können Kundinnen und Kunden aus dem Angebot von sechs Douglas-Filialen und rund 80 externen Schönheitssalons in ihrer Nähe nach persönlichen Kriterien filtern und dann die auswählen, die ihren Wünschen und Bedürfnissen am besten entsprechen.

„Die Zukunft gehört im Beauty-Handel denen, die Kunden einzigartige Erlebnisse bieten. Dazu zählen für uns auch Services wie Beauty-Behandlungen, ein professionelles Make-up oder ein exklusives Haar-Styling. Mit Douglas Beauty Booking kreieren wir als erster Händler einen Beauty-Services Marktplatz und unterstreichen damit unsere Innovationsführerschaft“, kommentierte Müller in einer Pressemitteilung vom Freitag.

Die verstärkte Konzentration auf den Onlinehandel, die Konkurrenten im Parfum- und Kosmetikmarkt wie Zalando und Sephora angeht, wird dazu führen, dass es europaweit zukünftig weniger Filialen geben wird; derzeit sind es rund 2.400. Wieviel weniger steht noch nicht fest, aber im stationären Handel soll es künftig mehr Beratung, Service und Erlebnis geben, so Müller. „Bei der Modernisierung der Filialen werden wir uns aber auf Metropolen und das Luxussegment konzentrieren“, verriet sie der Rheinischen Post.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 erwirtschaftete Douglas einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro, 423 Millionen Euro davon online; dieser Betrag soll in diesem Jahr auf eine halbe Milliarde Euro steigen.

Foto: Douglas Website
 

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