In der Auseinandersetzung um den geplanten Bau des größten deutschen Outlet-Centers in Duisburg sind die Bürger nun zur Abstimmung aufgerufen. Der Rat der Stadt sprach sich am Montag für die Durchführung eines Bürgerentscheids am 24. September aus. Zuvor hatten die Gegner des Projekts die für ein entsprechendes Bürgerbegehren notwendige Zahl von 10 879 Stimmen erreicht. Auf dem Gelände hatte sich 2010 die Loveparade-Katastrophe ereignet, bei der 21 Menschen ums Leben kamen.

Hintergrund des Widerstands sind Sorgen um die Existenz des gewachsenen Einzelhandels in Duisburg. Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) hatte dagegen betont, dass das Projekt aus seiner Sicht eine «Chance für die Stadt» sei. Das Vorhaben werde jedoch nicht gegen den Willen der Bürger durchgedrückt. Auf dem ehemaligen Duisburger Güterbahnhof soll ein Outlet-Center mit rund 30 000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Der Rat hatte Anfang Februar den Weg dafür zunächst frei gemacht. (DPA)

 

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