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Einbußen durch Olympische Spiele: französischer Bekleidungsverband fordert Entschädigung

Von Florence Julienne

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Einzelhandel

Pierre Talamon, Präsident des französischen Bekleidungsverbands. Bild: FNH

Einen Tag vor Beginn der Olympischen Spiele in Paris ist das Unbehagen der Einzelhändler:innen in der Stadt spürbar: Absperrungen in alle Richtungen, blockierte Straßen, QR-Codes für die Durchquerung der „Grauzone“ (die unmöglich in kurzer Zeit zu erhalten sind), Verbraucher:innen, die ihren Besuch in letzter Minute absagen, und mehr.

Vor diesem Hintergrund fordert der französische Bekleidungsverband (FNH) die Einrichtung eines Solidaritätsfonds für unabhängige Einzelhandelsunternehmen im Bekleidungssektor in Gebieten, die aufgrund der Olympischen und Paralympischen Spiele Paris 2024 von eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten betroffen sind.

Laut FNH haben diejenigen, die sich in der SLIT-Zone (Perimeter zum Schutz vor Terrorismus) befinden, keine andere Wahl, als bis zum 26. Juli 2024 zu schließen und das Personal auf Kurzarbeit zu setzen. Um die Berechtigung seiner Forderung zu begründen, zitiert der Verband eine im Mai 2024 enthüllte Studie des Zentrums für Sportrecht und Sportökonomie (CDES), in der die wirtschaftlichen Auswirkungen der Olympischen Spiele in der Region Paris für den Zeitraum 2018-2034 auf fast 9 Milliarden Euro geschätzt werden.

Französischer Bekleidungsverband ruft zu enger Zusammenarbeit mit Behörden auf, um Solidaritätsfonds einzurichten

„Wir bitten um diese Hilfe für unsere Geschäfte, aber wir halten es für richtig, Solidarität mit allen Pariser Geschäftsleuten und denen in anderen Städten zu zeigen, in denen Veranstaltungen stattfinden und deren Gebiet direkt von Sicherheitsvorkehrungen betroffen ist“, erklärt FNH-Präsident Pierre Talamon in einer Pressemitteilung.

Er erinnert zudem an die weiteren ungünstigen Bedingungen für den unabhängigen Einzelhandel, den der Verband vertritt — 30.300 Multimarken- und Monomarkengeschäfte mit einem Umsatz von 11,9 Milliarden Euro — launisches Frühlingswetter, das die Verkäufe der Saison Frühjahr/Sommer 2024 verlangsamt hat, eine instabile politische Lage und eine Kaufkraft, die invers proportional zu den steigenden Kosten ist.

„Wir hoffen, dass mit der Eröffnung der Spiele die Stadtkerne wiederbelebt werden. Aber heute ist der Zugang zu einigen Vierteln im Pariser Zentrum genehmigungspflichtig oder verbarrikadiert, öffentliche Verkehrsmittel wurden geschlossen oder umgeleitet, die Pariser:innen sind vor den Olympischen Spielen geflohen oder in den Urlaub gefahren, und die Tourist:innen sind noch nicht eingetroffen. So kommt es, dass Geschäftsleute niemanden mehr sehen! Der Korridor rechtes Ufer - linkes Ufer, der von West nach Ost entlang der Seine verläuft, erinnert uns an die Lockdown-Zeiten während der Covid-Krise“, fügt Talamon hinzu.

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf FashionUnited.fr. Übersetzt und bearbeitet von Simone Preuss.

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