Farfetch startet Plattform für Second Hand-Handtaschen

Der britische Online-Modehändler Farfetch steigt in den Nachhaltigkeitstrend ein und hat mit Second Life eine Online-Plattform gestartet, die Designer-Handtaschen eine verlängerte Lebensdauer bescheren will. Im Pilotprojekt können Kunden über die Website secondlife.farfetch.com ihre vorgeliebten Designer-Handtaschen gegen eine Gutschrift auf künftige Käufe bei Farfetch eintauschen. Die gab der Onlinehändler gestern in einer Mitteilung bekannt.

„Luxusmode ist zunehmend auf nachhaltige Mode ausgerichtet. Der Wiederverkauf ist ein Bereich, der für unsere Kunden immer interessanter wird. Wie der Online-Luxusmarkt wächst auch der gebrauchte Luxusmarkt rasant und wird sich voraussichtlich verdoppeln und in den nächsten fünf Jahren 51 Milliarden US-Dollar erreichen. Ein Luxus-Wiederverkaufsprogramm wie Farfetch Second Life ermöglicht es uns, in diesen Markt einzusteigen und die Nachfrage der Farfetch-Kunden nach dieser Art von Service zu testen“, kommentierte Giorgio Belloli, Chief Commercial and Sustainability Officer bei Farfetch, in der Mitteilung.

Zunächst gilt der Wiederverkauf nur für die folgenden 27 Marken: Alexander McQueen, Balenciaga, Bottega Veneta, Burberry, Bulgari, Cartier, Celine, Chanel, Chloé, Dior, Dolce & Gabbana, Fendi, Givenchy, Gucci, Hermès, Loewe, Louis Vuitton, Maison Goyard, MCM, Miu Miu, Mulberry, Prada, Salvatore Ferragamo, Stella McCartney, Valentino, Versace und YSL. Dabei nimmt der Onlinehändler sogar Produkte mit kleineren Mängeln wie leichten Flecken und kleinen Kratzern und losen Fäden an, jedoch keine zerrissenen, verfärbten oder sonst stark beschädigten Artikel.

Das Programm erstreckt sich bis jetzt auf Großbritannien und auf Europa, mit Ausnahme der Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein. Interessierte Kundinnen müssen ihre in Frage kommende Handtasche nicht bei Farfetch gekauft haben und können auch mehr als einen Artikel eintauschen.

Konkret geht dies so: Interessierte sollten Fotos der Handtaschen, die sie eintauschen möchten, einschicken. Innerhalb von zwei Werktagen bekommen sie dann eine Antwort mit einem Preisvorschlag zugeschickt, also der Höhe der Gutschrift bei Farfetch. Sollte diese angenommen werden, wird der Artikel von Farfetch kostenlos abgeholt. Die Gutschrift ist dann erhältlich, sobald der Artikel bei Farfetch eingegangen ist und überprüft wurde. Ansonsten gibt es keine versteckten Kosten oder Gebühren, so der Onlinehändler.

Das Pilotprojekt wurde in Zusammenarbeit mit einem der Partner von Dream Assembly entwickelt - dem 2018 gestarteten Technologie-Inkubatorprogramm, das Kunden in Großbritannien und anderen europäischen Märkten offen steht.

Foto: Farfetch Second Life

 

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