GfK: Kauflaune der Deutschen steigt weiter

Das Konsumklima in Deutschland entwickelt sich auch im neuen Jahr prächtig. Das geht aus einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Weil die Verbraucher hierzulande die Konjunktur- und Einkommensentwicklung weiterhin positiv einschätzen, stieg im Januar auch die individuelle Anschaffungsneigung. Nun rechnen die Marktforscher damit, dass der Konsumklima-Index im Februar auf 11,0 Punkte steigen wird. Im Vormonat hatte er bei 10,8 Punkten gelegen.

„Mit dem zweiten Anstieg in Folge bestätigt das Konsumklima den guten Jahresstart und legt eine exzellente Grundlage für ein erfolgreiches Konsumjahr 2018“, erklärte die GfK in ihrer monatlichen Mitteilung. Ein Grund dafür ist, dass die Deutschen mit einem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung rechnen. Der Index für die allgemeine Konjunkturentwicklung stieg im Januar auf 54,4 Punkte. „Dies ist ein Plus gegenüber dem Vormonat von 9,2 Zählern und der höchste Stand seit Februar 2011“, erläuterten die Konsumforscher. „Nach Einschätzung der Konsumenten läuft der deutsche Konjunkturmotor derzeit sehr rund und mit hoher Drehzahl. Und dies soll aus Sicht der Verbraucher auch in diesem Jahr so weitergehen.“

Angesichts dessen stieg auch die individuelle Einkommenserwartung. Der entsprechende Index erreichte im Januar 56,8 Punkte und übertraf den im Dezember ermittelten Wert um 2,5 Punkte. Die guten Rahmenbedingungen ließen auch die Kauflaune steigen: Der Indikator für die Anschaffungsneigung legte um 3,3 Zähler zu und lag damit im Januar bei 60,4 Punkten. Bei allem Optimismus warnte die GfK aber auch vor Risiken. Namentlich nannten die Konsumforscher Unsicherheiten aufgrund der „drohenden protektionistischen Tendenzen“ in der Handelspolitik der USA und der laufenden Brexit-Verhandlungen. Zudem mahnten sie, dass die Regierungsbildung hierzulande „zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden“ sollte, um eine Verunsicherung der Verbraucher zu vermeiden.

Foto: ECE
 

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