Deutschlands Einzelhändler haben das Jahr 2014 einer ersten Schätzung zufolge mit einem Umsatzplus abgeschlossen. Preisbereinigt (real) lagen die Erlöse nach einer am Mittwoch veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes zwischen 1,1 und 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Nominal wurde demnach zwischen 1,5 und 1,7 Prozent mehr umgesetzt als 2013. Die Schätzung basiert auf den Zahlen der Monate Januar bis November 2014.

„Insgesamt war 2014 ein stabiles Jahr für den Einzelhandel, was wieder leichtes Wachstum gebracht hat", bilanzierte der Geschäftsführer des Handelsverbandes HDE, Kai Falk. Die Entwicklung bis einschließlich November deute darauf hin, dass sich der Trend der vergangenen Jahre fortgesetzt habe: „Wir haben eine stetige Wachstumskurve, aber recht flach."

Zahlen für das Gesamtjahr - einschließlich des traditionell starken Weihnachtsgeschäfts - und eine Prognose für 2015 will der HDE Ende Januar veröffentlichen. Nach den bisher vorliegenden Daten liege das Geschäft im Rahmen der Jahresprognose 2014, sagte Falk. Der Verband rechnet für das Gesamtjahr mit einem nominalen Umsatzplus von 1,8 Prozent. Im Vorjahr hatte der Einzelhandel in Deutschland rund 450 Milliarden Euro erlöst.

Nach einem überraschenden Dämpfer im September war der November der zweite erfolgreiche Monat in Folge: Binnen Monatsfrist stiegen die Umsätze nach vorläufigen Ergebnissen des Bundesamtes real um 1,0 Prozent und nominal um 0,7 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat fielen die Zahlen schlechter aus - allerdings hatte der November 2013 einen Verkaufstag mehr. Falk sprach von einem "zufriedenstellenden Ergebnis" für den November 2014: „Es gab einen Verkaufstag weniger, das schlug natürlich zu Buche." Zudem habe das eher frühlingshafte Wetter den Absatz von Winter-Textilien gebremst. Überproportional zugelegt habe dagegen der Online-Handel. (dpa)

 

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