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H&M will in Cos-Stores in USA technisch aufrüsten

Von Simone Preuss

31. Mai 2022

Einzelhandel

Bild: H&M Group, Cos

Die H&M Gruppe hat angekündigt, dass sie mehr Technologie in ihren Läden einsetzen will, um ein besseres Einkaufserlebnis zu erzielen. Ein Pilotprojekt wird zunächst mit Cos-Stores in den USA gestartet.

Das Unternehmen will nahtlose Zahlungsoptionen, personalisierte Styling-Empfehlungen, eine schnellere Kaufabwicklung und verbesserte Liefer- und Rückgabeoptionen testen.

„Wir entwickeln und stellen uns vor, wie COS-Einzelhandelsflächen unsere Kundschaft inspirieren können, sowohl jetzt als auch in der Zukunft. Unser Ziel ist es, neue Technologien zu erproben, die es uns ermöglichen, die Erwartungen unserer Kunden beim Einkaufen in den Geschäften zu erfüllen und zu übertreffen“, kommentiert Cos Managing Director Lea Rytz Goldman in einer Mitteilung.

Bild: Smart Mirror / H&M Group, Cos

Zu den technischen Lösungen in der ersten Pilotfiliale in Beverly Hills, Kalifornien, gehören zum Beispiel Umkleidekabinen mit Smart Mirrors, die in die Kabine gebrachten Produkte nach Artikel, Größe und Farbe erkennen und personalisierte Produkt- und Stylingempfehlungen abgeben können.

„Bei COS Beverly Hills haben wir aus erster Hand erfahren, wie unser Kund:innenerlebnis durch technische Optimierungen verbessert werden kann. Daher werden wir diese Innovationen in diesem Jahr in weiteren Cos-Filialen in den USA einführen“, fügt Rytz Goldman hinzu.

Es stellt sich die Frage, ob der Konzern von Erfolg bei einer Marke diesen bei anderen auch voraussetzen kann. Schließlich unterscheiden sich die Preisniveaus und damit auch die Kundschaft.

So ist es zum Beispiel zweifelhaft, ob es angesichts ohnehin langer Schlangen vor Umkleidekabinen der Hauptmarke H&M ratsam ist, den Aufenthalt von Besucher:innen in ihnen durch technische Spielereien wie Smart Mirrors zusätzlich zu verlängern. Vielleicht sollten diese eher im Außenbereich aufgestellt werden, um Besucher:innen Kombinationsmöglichkeiten im Vorfeld vorzuschlagen und so eine zügige Anprobe zu gewähren?

Bild: Sales Assistant / H&M Group, Cos

Schon sinnvoller ist da die Bezahlung „on the spot“ über eine technische Verkaufshilfe, die die gewünschten Artikel scannt und dann die Bezahlung über das Smartphone möglich macht. Dies sollte zumindest lange Schlange an den Kassen vermeiden.

„Im Laufe des Jahres 2022 werden wir ein neues reibungsloses und personalisiertes Einkaufserlebnis testen - von der Umkleidekabine bis zum Checkout. Diese Initiative ist ein natürlicher nächster Schritt in der langen Innovationsgeschichte der H&M-Gruppe, in der wir Technologien nutzen, um neue Wege zu finden, Mode zu genießen“, verspricht H&M Group CTO Alan Boehme.

Man darf hoffen, dass die H&M-Entscheidungsträger:innen einfach einmal selbst zu Stoßzeiten wie Wochenende oder Feiertagen in Filialen der Gruppe einkaufen und Probleme praktisch angehen.

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