Hamburg: Hunderte Beschäftigte im Handel protestieren für mehr Geld
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Anlässlich von Tarifverhandlungen im Handel protestieren in Hamburg Hunderte Beschäftigte der Branche für mehr Geld. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hatte im Einzel- und im Groß- und Außenhandel zu Warnstreiks aufgerufen und eine Kundgebung organisiert.
Eine Verdi-Sprecherin schätzte die Zahl der an der Kundgebung Teilnehmenden in der Stadt auf rund 300. Zudem protestierten ungefähr 200 Beschäftigte vor den Unternehmen, sagte sie.
Von den Warnstreiks betroffen sind nach Gewerkschaftsangaben Modehändler wie H&M, Lebensmittelketten wie Rewe sowie Großhändler wie Metro. Eine Sprecherin des Handelsverbands Nord sagte, die Unternehmen erwarteten wie in der Vergangenheit keine nennenswerten Auswirkungen.
Der Verhandlungsführer des Unternehmensverbands AGA, Volker Hepke, sagte: „Für die betroffenen Unternehmen bedeuten die Arbeitsniederlegungen eine spürbare zusätzliche Belastung in einer ohnehin angespannten Situation.“ Der Verband vertritt die Groß- und Außenhandelsunternehmen.
Verhandlungen seit April
Die Tarifverhandlungen im Einzel- und Versandhandel sowie im Groß- und Außenhandel werden in Hamburg seit April geführt. Seitdem hat die Gewerkschaft schon mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen.
Verdi fordert übergreifend, dass die Bezahlung um sieben Prozent steigt. Die Arbeitgebervertreter haben schon Angebote vorgelegt, die Verdi aber ablehnt.
Die Verhandlungen im Einzel- und Versandhandel sollen am nächsten Donnerstag fortgesetzt werden, die anderen am 11. August. Verdi zufolge betreffen die Verhandlungen insgesamt rund 150.000 Beschäftigte in Hamburg.