HDE erwartet leichten Anstieg der Kauflaune im Februar
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Die Stimmung der hiesigen Verbraucher:innen hat sich wieder etwas aufgehellt. Das erklärte der Handelsverband Deutschland (HDE) am Montag mit Blick auf die Ergebnisse des aktuellen HDE-Konsumbarometers. Der monatlich ermittelte Index, der auf der Befragung von 1.600 Personen zu konsumrelevanten Themen beruht, war im Vergleich zum Vormonat Januar erneut leicht gestiegen.
Der „positive Trend“ habe sich fortgesetzt, erklärte die Branchenorganisation, warnte aber gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen. Zwar sei das Konsumbarometer auf „den höchsten Stand seit dem Sommer vergangenen Jahres“ geklettert, insgesamt bleibe das Stimmungsniveau aber „schwach“. Abzuwarten sei nun, „ob die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland auch in den kommenden Wochen von geopolitischen Turbulenzen unbeeindruckt bleiben, ihre Unsicherheit ablegen und sich der Aufwärtstrend dadurch weiter fortsetzen kann“.
Der Verband rechnet mit einem Anstieg des privaten Konsums
Positiver als im Januar beurteilten die Befragten zuletzt die Entwicklung der Gesamtkonjunktur. Dementsprechend fielen auch die Erwartungen hinsichtlich der eigenen Einkommen optimistischer aus.
Die Hoffnung auf zusätzliche finanzielle Mittel ließ die Anschaffungsneigung der Verbraucher:innen im Vergleich zum Januar leicht ansteigen. Die Sparneigung blieb jedoch nahezu unverändert. „Das gesamtwirtschaftliche und geopolitische Umfeld scheint weiterhin für Verunsicherung und den Wunsch zur Stärkung des eigenen Finanzpolsters zu sorgen“, erläuterte der HDE. „Vorbei ist allerdings die Zeit des sich abschwächenden privaten Konsums. Es ist davon auszugehen, dass er in den nächsten Monaten zunehmen wird.“
Bevor jedoch „eine merkliche Erholung mit deutlichem Wachstum“ einsetze, müssten sich „die konjunkturellen Rahmenbedingungen noch verbessern“, mahnte der Verband. Voraussetzung für einen weiteren Anstieg des privaten Konsums sei, dass die Verbraucher:innen „die Chance für einen nachhaltigen Konjunkturaufschwung sehen“.
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