Hoffnung für den Modehandel: Mehrere Bundesländer planen Öffnungsschritte

Nach mehreren Monaten Lockdown scheint es einen Lichtblick für den Modehandel zu geben, zumindest in einigen Bundesländern: In Rheinland-Pfalz soll das Einkaufen mit Termin möglich werden, Brandenburg und Sachsen-Anhalt planen sogar die allgemeine Wiedereröffnung, wenn die Infektionszahlen mitspielen.

Rheinland-Pfalz: Shopping mit Termin

Der rheinland-pfälzische Ministerrat hat heute Eckpunkte für die Corona-Bekämpfungsverordnung ab März festgelegt. Die Verordnung werde die Vereinbarungen der vergangenen Ministerkonferenz umsetzen und Angleichungen an die Regelungen anderer Länder vornehmen, teilte die Landesregierung in Rheinland-Pfalz am Dienstag mit. Die Änderungsverordnung werde bis Ende der Woche verkündet und tritt am Montag in Kraft.

Die Ministerpräsidentin Malu Dreyer sehe einen Dreiklang aus niedrigen Infektionszahlen, guter Impf- und einer hohen Testquote, um Öffnungen möglich zu machen. Neben der Wiedereröffnung in den Bereichen Körperpflege und Gartenbedarf soll auch die „Click&Collect“-Regelungen “im kleinen Rahmen” erweitert werden: Ab 1. März ist das Shoppen mit Termin möglich. Dieser muss vorher vereinbart werden und währenddessen darf immer nur ein Haushalt im Laden sein, es gilt die Maskenpflicht und die Pflicht zur Kontakterfassung. Außerdem müsse bei mehreren Terminen am Tag eine 15-minütige Pause zwischen dem Ende des einen und dem Anfang des anderen Termins eingehalten werden, um Hygienemaßnahmen vorzunehmen und zu lüften.

„Das ist zum Beispiel für Bekleidungsgeschäfte und Brautmodeläden eine Perspektive“, sagte Dreyer.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt planen Vier-Stufen-Plan zur Wiedereröffnung

Auch in Brandenburg kam das Kabinett heute zusammen und hat Szenarien für mögliche Öffnungsschritte erörtert, die auch bei der Ministerkonferenz mit Kanzlerin Merkel am 3.März vorgelegt werden sollen, teilte die Landesregierung in Brandenburg am Dienstag mit.

Dabei soll in vier Schritten, die an bestimmte Infektionszahlen gekoppelt sind, die Verordnungen gelockert werden. Nach Stufe eins – der aktuell geltenden Eindämmungsverordnung – soll in Stufe zwei der Einzelhandel mit Zugangsbegrenzungen wieder öffnen dürfen. Bei all den Lockerungen sei sicherzustellen, dass Corona-Maßnahmen wie Maskenpflicht und Abstand eingehalten werden.

„Harte Pandemie-Monate liegen hinter uns. Die ersten Erfolge haben sich aber eingestellt, und es wird Zeit für eine Lockdown-Dividende”, sagte der brandenburgische Innenminister Michael Stübgen. „Mit vorsichtigen Lockerungsschritten können wir die ersten Früchte der harten Entbehrungen ernten. Dabei ist aber äußerste Vorsicht geboten. Deshalb tasten wir uns mit kleinen Schritten vor.”

Auch Sachsen-Anhalt plant einen Vier-Stufen-Plan, der als Teil des Entwurfs des Sachsen-Anhalt-Plan 2021 am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Öffnungen orientieren sich an der Entwicklung der sieben-Tage-Inzidenzen. Sie beziehen aber auch andere Faktoren ein – wie die Auslastung des Gesundheitssystems, die Entwicklung der Virusmutationen, die Verfügbarkeit von Impfstoffen.

Sollte dieser Plan so umgesetzt werden, dürfen im zweiten Schritt – sobald die sieben-Tage-Inzidenz im Landesdurchschnitt für fünf Tage den Wert 35 unterschritten hat – Einzelhandel, Gaststätten, Kinos und Theater wieder öffnen.

Foto: David Visnjic/Andolu Agency via AFP

 

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