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Intersport will mit Retail Media neue Umsatzkanäle erschließen

Von Regina Henkel

4. Dez. 2020

Einzelhandel

Die deutsche Intersport-Verbundgruppe will den angeschlossenen Sportfachhändlern neue Absatzkanäle eröffnen und baut den Bereich Retail Media systematisch aus. Zu diesem Zweck wurde in Berlin die Tochtergesellschaft Intersport Marketing Services (IMS) gegründet. Sie vermarktet Werbeflächen in den Online-Kanälen und auf den Flächen der Händler vor Ort. Zu den ersten Markenkunden zählen unter anderem Peloton und Vaha.

In Deutschland gibt es rund 1.500 Intersport-Händler, darunter große Namen wie Sport Schuster in München und Engelhorn Sports in Mannheim. Rund 300 Händler haben bereits Verträge mit IMS abgeschlossen und stehen als Werbepartner zur Verfügung. Dazu mussten zunächst die möglichen Werbekanäle jedes Händlers erfasst werden: von der Größe und Anzahl der Schaufenster bis zu möglichen Pop-up-Flächen im Geschäft und von Print-Katalogen bis zu den verfügbaren Online-Kanälen. Ferner wurden Daten zur Kaufkraft der Region, zur Positionierung und Lage des Geschäfts, zur Frequenz usw. erhoben. Zudem mussten alle Geschäfte im Vorfeld eine strenge Qualitätsprüfung durchlaufen, um für diese Marketingzwecke gelistet werden zu können. „Das Ziel ist es, für unsere Markenkunden sozusagen auf Knopfdruck verschiedene Assets gleichzeitig ausspielen zu können”, erklärt Richy Ugwu, CEO von Intersport Marketing Services, und fügt hinzu: “Wir wollen für unsere Markenkunden ein attraktiver Marketingpartner werden.“

Ziel ist es, eine zentral steuerbare Marketingplattform nicht nur für Lieferanten und die Eigenmarken des Verbunds zu schaffen. Die sportinteressierte Zielgruppe ist auch für branchenfremde Unternehmen attraktiv. Auch diesen Unternehmen will ISM über das kooperative Händlernetz den Zugang zur Zielgruppe Sport erleichtern. Mit den Marken Vaha, einem interaktiven Heimfitness-Trainer, und Peloton, dem US-Fit-Tech-Unternehmen, sind die ersten Kunden bereits am Start. Laut Ugwu ist das Zusatzgeschäft überlebenswichtig. Er glaubt nicht daran, dass die Händler auf Dauer allein von den Margen leben können. Ugwu: „Als Händler muss man auch seinen Kundenkontakt monetarisieren.“

Das Retail Media Modell wird derzeit in der deutschen Verbundgruppe gestartet und vom internationalen Verband beobachtet.

Foto: Intersport

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