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Interview: Pepe Jeans mit Neuem Store Concept

Von Vivian Hendriksz

27. Juli 2017

Einzelhandel

Ein neues Storekonzept zu erfinden ist keine einfache Aufgabe, selbst für eine etablierte internationale Marke wie Pepe Jeans. Dennoch fand die Brand, die ihre globale Reichweite derzeit mit neuen Läden im Mittleren Osten, Lateinamerika, Europa, Südostasien und Japan ausdehnt, dass es an der Zeit sei, das aktuelle Ladenimage neu zu überdenken um so eine besser Markenidentität und ein stärkeres Angebot zu transportieren.

Um ein neues Storekonzept, das die Werte und die DNA von Pepe Jeans verkörpern könnte zu erschaffen, wurde das bekannte Design Studio Martin Brudnizki in London zu Hilfe gebeten. Es gestaltete ein neues, farbenfrohes Markenimage, das Konsumenten eine einzigartige Einkaufserfahrung garantiert. FashionUnited sprach mit Mark Blenkinsop, CMO bei der Pepe Jeans Group und Martin Brudnizki über das neue Konzept, das in der Londoner Regent Street seinen Einstand feiern soll.

FashionUnited: Welche Materialien und Farben will Pepe Jeans für sein neues Storekonzept einsetzen?

Martin Brudnizki: „Wir haben auf eine Kombination von hochwertigen und günstigen Materialien gesetzt wie Messing und Kork, um sicherzustellen, dass der neue Pepe Jeans Store auf der Regent Street sich für alle zugänglich anfühlt und keine Schwellenängste entstehen. Dazu kommen ein paar Farbkleckse, die dem Laden ein spielerisches Gefühl verleihen und den jugendlichen Charakter von Pepe Jeans unterstreichen.“

Wie bietet das neue Storekonzept den Kunden eine innovative Einkaufserfahrung?

Mark Blenkinsop: „Aus Präsentationssicht haben wir in der Regent Street nicht darauf gesetzt, einen neuen Store zu eröffnen, sondern eine neue Einkaufserfahrung. Wir haben die Hilfe von Martin Brudnizki Studio dazu geholt, weil wir ein neues, globales Handelssystem für Pepe Jeans konzipiert haben wollten und der Laden in der Regent Street ist der Pilot für dieses Konzept.”

“Insgesamt ist das Konzept für uns neu und innovativ. Wir wollen unseren Kunden anbieten, ihre Stücke bei uns individualisieren zu lassen, zum Beispiel mit Lasertattoo-Technologie. Sie können auch durch RFID in unseren Umkleiden interagieren, außerdem werden sie durch einen LED-Leuchttunnel in unseren Laden geleitet. Dieses Konzept soll weiter wachsen und sich entwickeln, sodass weitere technologische Features unsere Läden und das Angebot dort zu einem Ziel für unsere Kunden werden.

Was wurde vom alten Pepe Jeans-Store Design in die neuen Läden übernommen?

Martin Brudnizki: „Die Kunstwerke von Ian Berry, die in einigen Stores zu sehen waren, hielten wir für einen wichtigen Aspekt der Marke und haben sie in unserem Konzept mitgenommen.”

Welche neuen Technologien wurden in das Storekonzept integriert?

Martin Brudnizki: „Innovative Formen von Technologien finden sich überall im neuen Store: RFID-Technologie, interaktive Twitter-Wände in den Umkleideräumen und eine einzigartige LED-Installation mit Kampagnendisplay beeindrucken die Kunden, die den Raum betreten. All das soll zu einer neuen Art führen, die Marke wahrzunehmen.”

Welchen Herausforderungen sahen Sie sich bei der Neugestaltung des Konzepts gegenüber?

Martin Brudnizki: „Die Twitter-Wand war eine brandneue Idee, die wir zuvor noch nie umgesetzt hatten. So mussten wir einen Weg finden, diese Technologie zu integrieren, ohne die Ästhetik zu kompromittieren.“

Wie reagieren die Kunden auf das neue Konzept?

Mark Blenkinsop: „Das bisherige Feedback war durchweg positiv. Das neue Ladenbaukonzept spricht eine breitere Zielgruppe an und lockt mit einer interaktiveren Einkaufserfahrung.

Soll das neue Konzept dann weltweit ausgerollt werden?

Mark Blenkinsop: „Ganz sicher! Für uns ist das Flaggschiff nur der erste Schritt. Danach soll der weltweite Rollout schrittweise vor sich gehen.“

Fotos: Pepe Jeans