Karstadt- und Kaufhof-Filialen in Berlin haben nach einem Gerichtsurteil bereits seit Samstag wieder auf ganzer Fläche geöffnet - das Luxuskaufhaus KaDeWe dagegen verzichtet zum Wochenbeginn auf diesen Schritt. Es öffnete zum Montag weiterhin nur die bereits zuvor erlaubten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, wie eine Sprecherin sagte. Allerdings bereite sich das Kaufhaus auf eine Öffnung der gesamten Fläche im Laufe dieser Woche vor.

Am Donnerstag hatte das Berliner Verwaltungsgericht die vom Senat verordnete Beschränkung der Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter für das KaDeWe sowie für Galeria Karstadt Kaufhof in einem Eilverfahren gekippt. Die Richter waren mit den unterschiedlichen Vorgaben für Warenhäuser und Shopping-Center nicht einverstanden.

Während Warenhäuser bislang einen Großteil der Verkaufsfläche abriegeln müssen, gilt diese Regelung bei den Einkaufszentren nur für die einzelnen Geschäfte. Den Kunden steht daher ein Großteil der Gesamtverkaufsfläche in den Malls zur Verfügung.

Galeria Karstadt Kaufhof, das wie das KaDeWe zur österreichischen Signa-Holding gehört, war in anderen Bundesländern mit ähnlichen Klagen allerdings gescheitert. Auch das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hatte für das Nachbarland die 800-Quadratmeterregel für Warenhäuser zuvor bestätigt. Am Mittwoch wollen sich die Länderchefs auf der Konferenz der Ministerpräsidenten über ein abgestimmtes Vorgehen beraten, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft mitteilte. (dpa)

 

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