Nach der Lockerung der coronabedingten Einschränkungen im Handel wollen viele Handelsketten ihre Geschäfte bereits am Montag wieder öffnen. Doch dürfte sich das Shoppingerlebnis deutlich vom Einkauf vor der Corona-Krise unterscheiden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag ergab.

Der Textildiscounter Kik will am Montag nach eigenen Angaben bereits bis zu 95 Prozent seiner mehr als 2600 Filialen in Deutschland wieder in Betrieb nehmen. "Unsere Geschäfte und unsere Mitarbeiter sind auf die mit der Eröffnung verbundenen verschärften Hygienemaßnahmen bestens vorbereitet", betonte das Unternehmen. Dazu zählten etwa Hygiene- und Verhaltensregeln, Mundschutz und Desinfektionsmittel für Kunden und Mitarbeiter.

Auch der Modehändler Gerry Weber will alle Filialen, die eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern haben, wieder öffnen. Das Unternehmen habe sich darauf vorbereitet, alle Mitarbeiter mit Schutzmasken auszustatten, Desinfektionsmittel sowohl für Mitarbeiter als auch für Kunden bereitzustellen und auch einen Vorrat an Masken bereitzuhalten, hieß es dort.

Auch der Billiganbieter Tedi hat nach eigenen Angaben die Zeit des Shutdowns dafür genutzt, um Hygienemaßnahmen in seinen Filialen vorzubereiten. So soll unter anderem die Zahl der Einkaufskörbe auf die zulässige Kunden-Anzahl pro Quadratmeter begrenzt werden.

Deutschlands größte Buchhandelskette Thalia will ihre Läden soweit möglich am Montag ebenfalls wieder öffnen. Allerdings hänge dies auch von den Verfügungen in den einzelnen Bundesländern ab. So werde sich die Öffnung in Thüringen wohl um eine Woche verschieben, sagte eine Unternehmenssprecherin. Auch bei Thalia werden in Zukunft erst einmal Zugangskontrollen etwa durch die Verteilung von Einkaufskörben, Mindestabstand, Nießschutz-Scheiben und Schutzmasken für die Mitarbeiter das Bild in den Läden prägen.

Nach den neuen Regelungen dürfen ab der kommenden Woche Läden mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern unter Auflagen wieder öffnen - ebenso unabhängig von der Ladengröße Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. (dpa)

 

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