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Levi's will eigene Filialen und Webshop in Indien starten

Von Simone Preuss

5. Juni 2017

Einzelhandel

Das US-Denimlabel Levi's hat große Pläne in Indien und möchte dort eigene Geschäfte und eine eigene e-Commerce-Plattform starten, um laut Präsident und Geschäftsführer Chip Bergh tiefer ins Land vordringen zu können.

“Unsere Geschäfte könnten in den nächsten fünf Jahren doppelt so viel sein, was sie jetzt sind. Investitionen im e-Commerce[-Bereich] und Einzelhandel werden uns dabei helfen”, sagte Bergh zuversichtlich.

Seit er bei Levi's im Jahr 2011 das Ruder übernahm, hat sich die Zahl der Franchise-Partner in Indien von 150 auf 22 verringert, was zum einen die Investitionen beim Unternehmen hält und zum anderen die Franchise-Partner verringert, die nur ein oder zwei Levi's-Geschäfte betreiben.

100-prozentig eigene Geschäfte zu eröffnen ist jedoch in Indien nicht so einfach, da die indische Regierung an einem Modell festhält, nachdem ausländische Einzelhändler nur höchstens einen Anteil von 49 Prozent an ihren Geschäften in Indien erhalten können; die restlichen 51 Prozent gehen an einen indischen Partner.

Ein Vorteil ist jedoch, dass das Verhältnis von Oberteilen zu Jeans bei verkauften Artikeln in Indien bereits 1:1 ist; ein Ergebnis, das Levi's weltweit anstrebt, liegt es doch vielerorts bei 3:1. Nach zwei Jahrzehnten Flaute verzeichnet das Unternehmen in Indien seit 2014 Gewinne und legte im Geschäftsjahr 2015-16 beim Gewinn um 64 Prozent auf umgerechnet 10,9 Millionen Euro zu, während der Umsatz um 18,5 Prozent auf 103,9 Millionen Euro stieg.

Foto: Michael Carian via Wikipedia