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Marken und Händler hoffen auf KI, um Suchanfragen in Umsätze zu konvertieren

Von Don-Alvin Adegeest

13. Nov. 2020

Einzelhandel

Da Konsumenten immer mehr Zeit online als in stationären Geschäften verbringen, setzen viele Marken auf Daten und Künstliche Intelligenz, um Suchanfragen in Verkäufe umzuwandeln.

Laut dem Verlagshaus Dow Jones Company, das unter anderem das Wall Street Journal veröffentlicht, setzen Onlineshops auf neue Möglichkeiten, Vorschläge und Empfehlungen auf Besucher anzupassen, indem sie Daten in ausgeklügelte Algorithmen einspeisen und so Vorhersagemodelle mit einer Genauigkeit erstellen, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war.

Wie es funktioniert

Shopper generieren jedes Mal, wenn sie einen Artikel in einen virtuellen Warenkorb legen, mit dem Mauszeiger auf Produkten verharren, auf Produktempfehlungen klicken und schließlich einen Kauf tätigen, Daten auf Shopping-Websites. Diese Websites erstellen einschlägige Kundenprofile, indem sie das Alter und Geschlecht ihrer Käufer, ihren Wohnort, das lokale Wetter oder saisonale Ereignisse und Feiertage hinzufügen – und in einigen Fällen auch Daten, die von Drittanbieterdiensten aus dem gesamten Internet bezogen werden.

Untersuchungen des Marktforschungsunternehmens Gartner zeigen, dass 77 Prozent der Einzelhändler planen, bis 2021 KI einzusetzen, einschließlich der Nutzung für Produktempfehlungen und Suchanfragen.

Amazons A9 Suchmaschine zum Beispiel ist ein System, das entscheidet, wie Produkte in den Suchergebnissen gereiht werden. Als weltgrößter Online-Händler hat Amazon ein großes Interesse daran, Angebote zu fördern, die sich eher in Verkäufe umwandeln lassen, und wird Angebote mit einer starken Verkaufshistorie und einer hohen Konversionsrate höher einstufen.

„So viele unserer Einkäufe haben sich ins Internet verlagert, und es mangelt an Toleranz gegenüber Unternehmen, die es nicht richtig machen", sagte Jon Duke, Vizepräsident für Einzelhandelsanalysen beim Technologieunternehmen International Data Corp, gegenüber dem Wall Street Journal. „Diese Tools bewähren sich in der Krise."

Marken nutzen die KI bereits, um Kunden Kleidung auf der Grundlage von Größe, Gewicht und Passform zu empfehlen und die Rücklaufquoten zu minimieren, die bei fast 50 Prozent aller Käufe liegen. Durch die Protokollierung von Verkäufen, Rücksendungen und Online-Einkäufen können Einzelhändler den Lagerbestand verfolgen und beurteilen, welche Produkte sich gut verkaufen.

Analysten des Beratungsunternehmens Capgemini schätzen, dass die weltweiten jährlichen Ausgaben der Einzelhändler für KI bis 2022 schätzungsweise 7,3 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Die Erkenntnisse von Capgemini zeigen auch, dass die KI Einzelhändlern helfen könnte, jährlich 340 Milliarden US-Dollar einzusparen, indem sie Effizienz in Prozessen und Abläufen erhöht.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Bild: Pexels; Quellen: Dow Jones und Wall Street Journal