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Modehandel erwartet Winter-Schluss-Verkauf 'auf Sparflamme' in Deutschland

Von DPA

20. Jan. 2022

Einzelhandel

Foto: Artem Beliaikin / Pexels

Schlechte Nachrichten für Schnäppchenjäger: Der Modehandel rechnet in diesem Jahr mit einem "Winter-Schluss-Verkauf auf Sparflamme". Die Lager im Textilhandel seien bereits gut geräumt. Die Warenbestände lägen merklich unter dem Niveau der Vorjahre, berichtete der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) am Donnerstag in Köln. Es sei deshalb davon auszugehen, "dass die Auswahl und gegebenenfalls auch die Rabatte im Schlussverkauf geringer ausfallen und sich nicht alle Unternehmen am Schlussverkauf beteiligen werden", sagte BTE-Sprecher Axel Augustin.

Die Gründe für die bereits gut geräumten Lager: Zum einen waren viele Händler im Lockdown-Frühjahr 2021 wegen der unsicheren Corona-Entwicklung beim Einkauf der Herbst/Winterware zurückhaltend. Zum anderen gab es wegen der weltweiten Probleme bei Produktion und Transport zum Teil erhebliche Ausfälle bei der Warenauslieferung.

„Vor allem in der ersten Saisonhälfte traf damit eine recht gute Kundennachfrage auf ein deutlich geringeres Warenangebot, so dass die Restbestände im Textil- und Schuhhandel aktuell merklich unter dem Niveau der Vorjahre liegen dürften", sagte Augustin.

Größere Handelsketten starten mit Sales

Dies habe sich bereits in den vergangenen Wochen gezeigt. Rabattaktionen vor Weihnachten seien eher die Ausnahme gewesen. Erst seit Anfang Januar seien in größerem Ausmaß Sale-Plakatierungen zu beobachten. Sie fänden sich aber vor allem bei den großen Handelsketten. Viele mittelständische Händler hielten sich dagegen aktuell noch zurück und würden wohl auch weiterhin keine oder kaum sichtbare Rabattaktionen starten, prognostizierte der BTE.

Trotzdem kann sich nach Einschätzung des Handelsverbandes auch in diesem Jahr ein Shopping-Ausflug noch lohnen. Schließlich dürften sich die weltweiten Preissteigerungen spätestens ab Jahresmitte auch im Textil- und Schuhbereich bemerkbar machen. Der Schlussverkauf biete deshalb noch einmal die Möglichkeit "auf dem aktuell günstigen Niveau" einzukaufen, sagte Augustin. (dpa)