Modehandel soll 2016 endlich wieder wachsen

Trotz der allgemeinen Verunsicherung, die die Deutschen derzeit umtreibt, trotz Flüchtlingskrise, Weltuntergangsstimmung und EU-Debakel: 2016 soll für den Handel ein Rekordjahr werden. Laut einer Prognose der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) werden die Konsum-ausgaben der privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 real um zwei Prozent steigen. Dies gilt auch für die gesamte Europäische Union, wo ebenfalls ein Anstieg zwischen 1,5 und zwei Prozent erwartet wird.

In Deutschland soll der private Konsum demnach sogar etwas stärker wachsen als das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Die GfK geht daher davon aus, dass der private Konsum 2016 eine wesentliche Stütze für die Konjunktur sein wird – und zwar sowohl in Deutschland als auch in Europa. Gründe dafür seien die allgemein steigende Wirtschaftskraft und der damit zu erwartende Personalaufbau in vielen Unternehmen. Die Arbeitslosigkeit soll weiter sinken, genauso wie auch die Energiepreise. Sie halten die Inflation gering, und den Verbrauchern verbleibt mehr Geld im Portemonnaie. Dies soll sich laut GfK auch auf den Einzelhandel auswirken, der 2016 besonders von den steigenden Konsumausgaben profitieren soll.

Chance nutzen und Kunden überzeugen

Gerade in Deutschland werde der Einzelhandel in diesem Jahr von der guten Konsumlaune profitieren, so die GfK. Dabei soll die weiterhin steigende Qualitätsorientierung der Verbraucher den Trend zur wertigeren Nachfrage stützen. Zudem soll sich auch das aus der Migration ergebende Bevölkerungswachstum in einer mengenmäßig steigenden Nachfrage niederschlagen.

Gerade im Non-Food-Handel, bei dem das Modegeschäft einen signifikanten Teil ausmacht, soll es im neuen Jahr besonders gut laufen. Er wird voraussichtlich um 1,7 Prozent auf 170,5 Milliarden Euro zulegen. Zwar dürfte hier wie bereits in den vergangenen Jahren vor allem auch das Wetter eine zentrale Rolle spielen, die Stimmung unter den Händlern hellte sich jedoch zum Jahreswechsel spürbar auf. Die guten Rahmenbedingungen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Nun muss vor allem der Modehandel die gute Verbraucherstimmung nutzen, um mit Service. Verlässlichkeit und fachkundiger Beratung zu überzeugen. Zumal die Verbraucher es durchaus wieder mehr zu schätzen, wissen, einen direkten Ansprechpartner vor Ort zu haben, der sich mit den Waren auskennt, freundlich ist und sich um sie kümmert – auch bei Reklamationen. Sollten sich die äußeren Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten nicht signifikant verschlechtern, hat der Modehandel 2016 tatsächlich die Chance, sich aus der Lethargie der letzten Jahre zu befreien und wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken.

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

 

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