Nach Entscheidung in Bayern: Handel sieht FFP2-Pflicht kritisch

Die Einzelhändler in Deutschland sehen eine FFP2-Maskenpflicht beim Einkaufen kritisch. «Auch ohne FFP2-Maskenpflicht war der Einkauf bisher kein Hotspot», teilte der Handelsverband Deutschland am Dienstag mit. Viele Kundinnen und Kunden trügen schon heute diese Masken. «Das kann aber kein Grund sein, dies jetzt verpflichtend vorzuschreiben.» In dem Fall müsse auch sichergestellt werden, dass die Masken flächendeckend und bezahlbar erhältlich seien.

Besondere Schwierigkeiten brächte demnach eine FFP2-Pflicht für das Personal. «Das könnte im Ergebnis zu Versorgungsengpässen aufgrund einer massiven Personalnot im Lebensmittelhandel führen», warnte der Branchenverband. Denn Vorgaben der Unfallversicherung sähen eine maximale Tragedauer vor, danach würden Pausen empfohlen. «Das ist mit der aktuellen Personaldecke für viele Unternehmen nur schwer darstellbar und kurzfristig kaum zu kompensieren.» Überdies seien die Infektionszahlen beim Personal im Einzelhandel unauffällig.

Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, dass in dem Bundesland vom kommenden Montag an eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel gilt. Der Handelsverband betonte, die Kontrolle dürfe nicht bei den Verkäuferinnen und Verkäufern abgeladen werden. Es seien Ordnungsämter und Behörden gefragt. (dpa)

Bild: FFP2-Maske / Thommy Weiss / pixelio

 

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