Nach Erfolgen des deutschen Teams: BTE sieht „spürbare Nachfrageimpulse“ durch die Fußball-WM
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Die ersten Erfolge der deutschen Herren-Nationalmannschaft bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft erfreuen nicht nur die Fans. Auch der Bekleidungshandel sieht mittlerweile positive Effekte. Nachdem sich das deutsche Team erstmals seit 2014 wieder für die K.o.-Runde qualifizieren konnte, registriere der Textil- und Modehandel „aktuell spürbare Nachfrageimpulse“, teilte die Branchenorganisation Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) am Freitag mit und verwies auf eine steigende Nachfrage nach Fußballtrikots, Hosen und Kurzshorts sowie Hüten.
„Besonders nachgefragt sind das Auswärtstrikot sowie die Retro-Version von 1994“, erklärte der BTE. Zudem setzten viele Verbraucher:innen auf „ein stimmiges WM-Gesamtoutfit“, so der Verband. „Die Schuhe müssen ebenso zum Trikot passen, wie unter anderem Socken und die entsprechende Kopfbedeckung, wie etwa der immer beliebter werdende Bucket Hat.“
Davon profitiert demnach nicht nur der Sportartikelhersteller Adidas, der die offiziellen Nationaltrikots anbietet. Der BTE registrierte zudem „eine deutliche Nachfragesteigerung nach preisgünstigen Alternativangeboten“. Franzisca Lubba, Referentin für Kommunikation beim BTE, begründete dies mit den weiterhin widrigen Rahmenbedingungen. „Das verfügbare Einkommen ist für viele Menschen das ausschlaggebende Kriterium für die konkrete Produktauswahl“, erklärte sie in einem Statement. „Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten agieren weite Teile der Bevölkerung weiterhin preissensibel und wägen ihre Ausgaben für sportliche Modeartikel sehr sorgfältig ab – auch im Kontext eines emotionalen Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft.“
Nachdem der Einzelhandel ohne allzu große Hoffnungen in die Turnierwochen gegangen war, hat die Branche angesichts der jüngsten Entwicklung nun „weiterhin die Erwartung, dass sich die fortschreitende Weltmeisterschaft zu einem stimmungsstarken Ereignis mit zusätzlichen Impulsen für den Modekonsum entwickeln kann“, erklärte der BTE. Der Verband hoffe zudem, dass sich „die positiven Effekte verstärken und breiter im stationären Mode- und Textilhandel niederschlagen werden“. Dazu muss nun aber das deutsche Team seinen sportlichen Beitrag leisten: Am Montagabend kämpft die Mannschaft in der Runde der letzten 32 gegen Paraguay darum, weiter im Turnier zu bleiben.