Nach 'Hilfeschrei' – Sportartikelhändler will nun doch nicht öffnen

Eigentlich wollte der bayerische Sportartikelhändler Udo Siebzehnrübl seine Läden am nächsten Montag trotz Lockdowns öffnen. Und so auf die Notlage vieler Händler aufmerksam machen - jetzt macht der Betreiber von Intersport-Läden allerdings einen Rückzieher.

Die rechte Szene habe die Aktion für ihre Zwecke ausgenutzt, sagte Siebzehnrübl am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk. "In dieses Fahrwasser soll Intersport nicht gezogen werden, da ist eine Grenze für mich erreicht." Er trete von seiner Ankündigung wieder zurück.

"Ich bin kein Corona-Leugner und kein Querdenker", hatte Siebzehnrübl zuvor der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Aber sein Familienunternehmen mit 100 Mitarbeitern mache Millionenverluste, habe das Lager voller Winterware und habe vom Staat seit März gerade einmal 15 000 Euro Hilfe bekommen. Weil sein Umsatzeinbruch unter 40 Prozent lag, habe er auch keinerlei Aussicht auf Überbrückungshilfe.(dpa)

Foto: Intersport

 

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