Neue Amazon-geführte Website verkauft Luxusmode

Amazon hat es bisher nicht geschafft, seinen Namen erfolgreich mit Luxusmode zu verbinden. Doch genau das scheint das Ziel: Der Online-Einzelhandelsriese betreibt seit Herbst heimlich eine Luxus-Website.

Im September wurde ein neues E-Commerce namens VRSNL, ausgesprochen 'versional', ohne jegliche Fanfaren-, Ankündigung oder Werbekampagne gestartet. Die von Zappas, einer Tochtergesellschaft von Amazon, betriebene Online-Boutique definiert sich selbst als Plattform für einen ausgeklügelten Mix von Looks, Segmenten und Styles und bietet eine kuratierte und sich ständig weiterentwickelnde Designerliste an, die Luxus-, zeitgenössische und Streetwear-Labels aus dem gesamten Modespektrum umfasst. Das Sortiment umfasst Rick Owens, Marni, Balmain, Versace, Rag & Bone und Adidas Special Collections.

Neue Amazon-geführte Website verkauft Luxusmode

Kann Amazon den Luxushandel erobern?

Amazon hat den Markt für Designermode schon lange ins Auge gefasst, aber sein Webdesign und die Fülle von Drittanbietern, die erschwingliche Mode anbieten, hat viele High-End-Designer davon abgehalten, Partnerschaften einzugehen.

Amazon hat seine Website nicht publik gemacht und auch keine seiner Pläne für Luxusmode kommuniziert, aber sein digitales Know-How könnte für Marken, die einen besseren Einblick in den das Einkaufsverhalten ihrer Kunden wünschen, attraktiv sein.

VRSNL profitiert bereits von Amazons robustem Kundenservice, der kostenlose Lieferung am nächsten Tag zu allen Zielen innerhalb der Vereinigten Staaten anbietet. Es gibt auch an, für alle seine Sendungen eine nachhaltig ausgerichtete Verpackung zu verwenden.

Während LVMH-Chef Bernard Arnault bekanntlich keine seiner Portfoliomarken bei Amazon anbieten würde, hat Kering die gegenteilige Meinung vertreten. Mehrere Marken des Luxuskonzerns, darunter Alexander McQueen, Saint Laurent, Bottega Veneta und Gucci, sind auf der Website von VRSNL verfügbar.

Amazons Streifzug in den Luxus ist wahrscheinlich dauerhaft und mehr als ein vorübergehendes Experiment. Das Stigma, ein Drittanbieter zu sein, wird sich wahrscheinlich mit der Zeit auflösen, wenn die Marken den potenziellen Gewinn aus seiner ständig wachsenden Reichweite sehen.

Bilder: VRSNL

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

 

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