Not Just A Label bringt sich als Direct-to-Consumer-Plattform in Position

Das unabhängige Online-Designernetzwerk "Not Just A Label", das mehr als 40.000 aufstrebende Designer und ihre Portfolios vertritt, wird von einer Business-to-Business-Plattform zu einer E-Commerce-Plattform mit Direktvertrieb an den Verbraucher, um "eine Generation aufstrebender Talente zu retten".

Dieser Schritt ist eine Antwort auf die Auswirkungen der globalen Coronavirus-Pandemie auf die Modeindustrie und gleichzeitig eine Chance, eine so genannte "Revolution im Einzelhandel" einzuleiten, um die Zukunft des Modedesigns zu retten.

Not Just A Label-Gründer und Geschäftsführer Stefan Siegel sagte auf der Website der Marke: "Unserem Pool von Designern zu erlauben, direkt an den Verbraucher zu verkaufen, ist die Zukunft des Modedesigns, des Handels, der Handelsmessen, der Modewochen und das Ende nicht nachhaltiger Praktiken. Not Just A Label ist die Zukunft der Mode."

Mit dieser Einführung möchte "Not Just A Label", seine mehr als 40.000 aufstrebenden Designer im Anschluss an eine technische Partnerschaft mit der in Singapur ansässigen Techsembly mit globalen Kunden in Kontakt zu bringen. Die Plattform will "die Zwischenhändler abschaffen" und aufstrebenden Designern, die vom Einbruch des Einzelhandelssektors betroffen sind, einen kapitalschonenden und profitablen Verkaufskanal ermöglichen.

Not Just A Label will aufstrebenden Designern eine Möglichkeit bieten, ihre Kollektionen weltweit zu verkaufen

Die Ankündigung der Plattform auf ihrer Website liest sich so: "Die Modeindustrie hat seit langem einen tiefgreifenden Wandel benötigt, nicht nur einen radikal neuen Trend, sondern eine Vollbremsung. In den letzten Monaten hat die globale Gesundheitskrise diese Notwendigkeit weiter ins Rampenlicht gerückt.

"Mit der Schließung von Kaufhäusern und Boutiquen im Großhandel, der Absage von Modewochen und der Unfähigkeit der Designer, sicher mit ihren Designteams zusammenzuarbeiten, wurde die gesamte Branche stark beeinträchtigt. Der Verlust des Zugangs zu Ressourcen und Einnahmen hat viele aufstrebende Designer dazu gezwungen, sich die Frage zu stellen, ob ihr Unternehmen überleben kann oder nicht. In einer von Kapital getriebenen Branche, in der es keinen Willen ohne Weg gibt, können Ideen es sich oft nicht leisten, über das Skizzenbuch hinaus zu gehen.

"Die Modeindustrie braucht eine neue Strategie, um zu überleben, eine Strategie, die die handgefertigte Herstellung, wie sie in den Kollektionen unabhängiger Designer zu finden ist, weiter ermöglicht, den Geldbeutel der Verbraucher schont, die Gesundheit unseres Planeten schützt und die Mode rettet."

Während Not Just a Label derzeit mehr als 40.000 Designer aus mehr als 150 Ländern weltweit umfasst, wird erwartet, dass bei der Einführung des E-Commerce anfänglich etwa 500 Designer beteiligt sein werden, ähnlich wie bei Marktplätzen wie dem von Etsy, wobei die Designer für ihre eigene Abwicklung und den Versand verantwortlich sind und Not Just a Label ein Prozent jedes Verkaufs für das Zahlungssystem und das digitale Marketing übernimmt.

Not Just a Label wurde 2008 als Plattform gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen aufstrebenden Designern zu unterstützen und sie der Branche vorzustellen. Zu den Designern gehören die schwedische Marke Hi On Life, die in Hongkong geborene britische Designerin Emma Wallace und die Schuhdesignerin Susana Madrid. Das Label hat das Potenzial, Produkte mit einem Bruttowarenwert von über einer Milliarde US-Dollar zu verkaufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Not Just A Label in den Einzelhandel wagt, die Plattform war 2015 Gastgeber eines Pop-up-Shops in New York, und Anfang dieses Jahres hat sie Mitgliedschaftsstufen für Designer eingeführt, die es ihnen ermöglichen, ihre E-Commerce-Links auf der Website einzubinden.

"Die Zukunft der Mode wird ein neues Aussehen haben, ein verbessertes Geschäftsmodell, eine nachhaltigere Art, einzukaufen, und eine einfachere Möglichkeit, Verbindungen zur Industrie herzustellen", fügte Not Just a Label hinzu.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Bild: Not Just a Label Website

 

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