• Home
  • Nachrichten
  • Einzelhandel
  • Rose Bikes verschiebt Flagshipstore-Eröffnung und setzt auf Corona-Maßnahmen

Rose Bikes verschiebt Flagshipstore-Eröffnung und setzt auf Corona-Maßnahmen

Von Ole Spötter

16. März 2020

Aufgrund des Coronavirus verschiebt der Bocholter Fahrradhersteller und Versandhändler Rose Bikes GmbH die Eröffnung des neuen Flagshipstores am Zürichsee, stattdessen ergreift das Unternehmen Maßnahmen zur Reduzierung des Covid-19 Infektionsrisikos. Dies teilte Rose Bikes am Sonntag mit.

Der neue Schweizer Flagshipstore am Zürichsee sollte Anfang April öffnen. Aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen wird die Eröffnung bis auf Weiteres verschoben. Das Unternehmen setzt wegen der aktuellen Corona-Pandemie mehr auf gesellschaftliche Interessen und nimmt dafür die wirtschaftlichen Einbußungen in Kauf.

"Gemeinsam mit unserem Management haben wir entschieden, dass wir in der aktuellen Situation wirtschaftliche Interessen konsequent hinter unsere soziale Verantwortung stellen. Dieser Schritt fällt uns als mittelständisches Unternehmen sehr schwer, wir sind aber davon überzeugt, dass dieses unsere Pflicht ist", erklärt Geschäftsführer Thorsten Heckrath-Rose. "Ich bin mir sicher, dass wir alle gestärkt aus dieser Krise hervorgehen werden, wenn jeder seinen Beitrag leistet und wir schnell und umfassend agieren", ergänzt Co-Geschäftsführer Marcus Diekmann.

Das Unternehmen will seine Mitarbeiter einbeziehen, gemeinsam mit diesen handeln und Freiheiten für persönliche Maßnahmen gewährleisten. Dafür hat Rose Bikes Bestimmungen vereinbart, “die allen Mitarbeitenden mehr Freiheiten für die Regelung privater Betreuungs- und Versorgungsaufgaben einräumt,” so das Unternehmen in der Mitteilung von Sonntag.

"Seitens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spüren wir deutlich den Wunsch nach Transparenz und Hinweisen zum Umgang mit der Krise. Fehlende und unklare Informationen führen nur zu Verunsicherung. Daher haben wir ganz proaktiv Handlungsanweisungen an unsere Belegschaft gegeben", erklärt Heckrath-Rose.

Die folgenden Maßnahmen ergreift das Unternehmen:
Ab dieser Woche sollen alle Termine auf digitale Kommunikationswege verlegt werden, Verwaltungsmitarbeiter sollen im Home-Office arbeiten und für mögliche anfallende Minusstunden wird es eine Sonderregelung geben.

Am Mittwoch sollen die Abteilungen Logistik und Produktion auf ein Mehrschichtsystem umgestellt und die Reinigungsintervalle erhöht werden.

Eine Erweiterung der Hygienevorschrifte soll auch in den drei Stores in Bocholt, München und Posthausen vollzogen werden. Außerdem wurden Desinfektionsspender in den Stores aufgestellt und Mitarbeiter auf die Einhaltung eines Abstandes zu Kunden sensibilisiert.

Rose Bikes beschäftigt 450 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt über einen Onlineshop, drei Stores, sowie sieben Werkräume. Die Rose Bikes Werkräume werden vom Kooperationspartner LiveCycle betreut und werden für Reparaturen und Inspektionen verwendet.