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Solides Umsatzplus mit Bekleidung: Deutscher Onlinehandel kann im ersten Quartal weiter zulegen

Einzelhandel
Bild: Shkrabaanthony/Pexels
Von Jan Schroder

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Trotz widriger Rahmenbedingungen hat der Onlinehandel in Deutschland seinen Wachstumskurs im ersten Quartal des Jahres 2026 fortgesetzt. Das geht aus den aktuellen Ergebnissen einer Befragung von Verbraucher:innen hervor, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (Bevh) am Montag veröffentlichte.

Demnach belief sich der Online-Umsatz mit Waren hierzulande im Zeitraum von Januar bis März auf 20,4 Milliarden Euro. Das entsprach einer Steigerung um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Einer der Wachstumsmotoren war die Produktkategorie Bekleidung, deren Online-Erlöse im ersten Quartal um 3,6 Prozent auf 3,57 Milliarden Euro zulegten. Der entsprechende Umsatz mit Schuhen wuchs um 3,7 Prozent auf 953 Millionen Euro, der Bereich Haus- & Heimtextilien erzielte ein Plus von 2,0 Prozent auf 474 Millionen Euro. Besonders kräftig stiegen die Online-Umsätze mit Lebensmitteln (+12,3 Prozent), Drogerie- und Kosmetikartikeln (+10,1 Prozent) sowie Medikamenten (+9,8 Prozent).

Überdurchschnittlich entwickelten sich im jüngsten Quartal auch Temu, Shein und AliExpress. Die gemeinsamen Umsätze der „drei größten Plattformen chinesischer Herkunft“ wuchsen nach Angaben des Bevh um 12,9 Prozent auf 990 Millionen Euro. Damit bauten sie ihren Anteil am Gesamtumsatz des deutschen Onlinehandels auf 4,9 Prozent aus.

Bevh-Hauptgeschäftsführer Wenk-Fischer richtet Appell an die Bundesregierung

Bevh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer zog ein positives Fazit des zurückliegenden Vierteljahres, warnte aber vor drohenden Risiken für die E-Commerce-Branche. „Die krisenbedingt nachlassende Konsumlaune konnte den Onlinehandel bisher nicht herunterreißen“, erklärte er in einem Statement. „Das kann jedoch der Bundesregierung gelingen. Die wahre Belastungsprobe kommt, sollte die Mehrwertsteuer tatsächlich angehoben werden.“

Derzeit würden „explodierende Energiepreise, aggressive und oft unfaire Wettbewerber aus Drittstaaten sowie Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Unternehmen“ die Branche „würgen“, so Wenk-Fischer. „Die Unternehmen haben keine Luft, die einhergehende Belastung aufzufangen oder nur abzufedern. Das derzeit stabile, aber vorsichtige Wachstum ist bei den in Regierungskreisen diskutierten Plänen zur Mehrwertsteuererhöhung in höchster Gefahr.“

Von der Politik forderte er stattdessen Entlastungen: „Weniger Subventionen verbunden mit Bürokratieabbau wären die sinnvolle Alternative und ein Signal für Verantwortungsbewusstsein und Staatsmodernisierung“, betonte der Bevh-Hauptgeschäftsführer.

BEVH
Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland E.V
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