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Studie: Deutschlands beliebteste Einzelhändler

Von Simone Preuss

20. Sept. 2021

Einzelhandel

Pixabay

Laut dem jüngsten EY-Parthenon-Performance-Ranking 2021 ist die Corona-Pandemie für deutsche Handelsunternehmen entweder zum „Ritterschlag ihrer bisherigen Aktivitäten“ oder zum „Todesstoß für halbherzige Digitalangebote“ geworden.

Was die Textil- und Bekleidungsbranche angeht, so zeigte sich, dass Bekleidungshändler noch einen weiten Weg bis in die Top Ten haben; nur Breuninger und Zalando schafften es jeweils auf Platz 20 und 29 in die Top 20 beziehungsweise Top 30 und legten um sechs beziehungsweise drei Plätze zu.

Für die seit mehreren Jahren durchgeführte Erhebung hat EY-Parthenon, der strategische Beratungsarm von Ernst & Young, auch für die aktuelle Auflage in Deutschland über 40.000 Einschätzungen von 8.000 Konsumierenden zu mehr als 100 Einzelhändlern ausgewertet. Gefragt wurde unter anderem danach, in welcher Altersgruppe hinzugewonnen haben, wie wichtig Nachhaltigkeit im Handel werden wird und welche Online-Angebote sich wirklich lohnen.

EY-Parthenon
In Bezug auf die digitalen Fähigkeiten wurde nach der Reibungslosigkeit des Einkaufsprozesses von der Navigation über den Warenkorb bis zur Bezahlung gefragt, ebenso nach Inspiration und Spaß am Stöbern und schließlich der Verzahnung von online und offline.

Das Fazit: „Um das Thema E-Commerce kommt wirklich kein Händler mehr herum. Digitale Transformationsprozesse in Logistik, Produktpräsentation und Zahlungsabwicklung, die bisher oft Jahre dauerten, mussten nun oft innerhalb weniger Monate gestemmt werden“, so EY-Parthenon.

Sport & Outdoor vor Bekleidung Beispiele für

Aufsteiger im Bekleidungshandel sind Breuninger, Zara und About You, und Zalando ist zurückgekehrt. Deichmann, Reno, s.Oliver und Esprit dagegen fielen weiter zurück und auch Bonprix konnte die Online-Chance der Pandemie nicht nutzen. Im Sport- und Outdoor-Bereich belegt Globetrotter mit Platz 13 den höchsten Rang; InterSport, SportScheck und Decathlon folgen in einigen Abstand auf den Plätzen 24, 26 und 27.

„Es gilt jetzt für die Handelsunternehmen, die besonders wichtigen Teilaspekte der Digitalisierung in den jeweiligen Branchen zu identifizieren und entsprechend ihrer eigenen Stärken zu interpretieren“, fasst EY-Parthenon zusammen.

EY-Parthenon

Deutschlands Top Ten Einzelhändler

Gelungen ist dies den Top Ten: Die Spitzenplätze veränderten sich kaum verglichen mit dem Vorjahr: Die Drogeriemarktkette Dm konnte den ersten Platz halten, gefolgt von Juwelier und Uhrmacher Christ und dem Anbieter von Tierbedarf und Tiernahrung Fressnapf; letztere legten beide um einen Platz zu.

Drogeriemarkt Rossmann fiel um zwei Plätze auf Platz 4, gefolgt von Amazon auf Platz 5, der Discount Community Limango auf Platz 6 und dem Marktplatz Brands4Friends auf Platz 7. Die letzten beiden legten im Vergleich zum Vorjahr jeweils um sieben Plätze zu, Ikea, Vente-Privee und Westwing nehmen die Plätze 8 bis 10 ein. „Erfolgreiche Go-to-Market-Strategien müssen deshalb sowohl branchenspezifisch als auch mit Blick auf die digitalen Erwartungen der Kundschaft formuliert sein – eine Traditionsmodemarke mit älterer Zielgruppe wird eher Schwerpunkte auf das Thema Sichtbarkeit der Produkte und einen reibungslosen Einkaufsprozess setzen müssen als Marken, die sich an Teenager richten und die wie oben beschrieben eine ganz andere Art der Inspiration bieten müssen – zum Beispiel über die Darstellung ganzer Looks oder Produkte im Sortimentszusammenhang“, rät das EY-Parthenon mit Blick auf die Zukunft.