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Studie: Nachhaltigkeit im E-Commerce darf für Kundschaft nicht teurer sein 

Von Simone Preuss

25. Juli 2022

Einzelhandel

Bild: iStock via Seven Senders

Die Berliner Zustellplattform Seven Senders befragte in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Appinio 3.500 Online-Shopper in sieben Ländern zu ihren Einstellungen und Erwartungen an die Nachhaltigkeit im Onlinehandel, und zwar jeweils 500 in Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Spanien und der Schweiz. Dabei zeigte sich klar, dass Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf zwar erwünscht ist, ein Großteil der Verbraucher:innen jedoch nicht bereit ist, dafür zu zahlen.

Von den Befragten:innen gaben die Hälfte (50 Prozent) an, mehrmals im Monat Produkte online im Internet zu bestellen, ein Drittel (34 Prozent) einmal im Monat und 11 Prozent beziehungsweise 5 Prozent nur einmal in sechs Monaten oder weniger. Niemand gab an, nie im Internet einzukaufen.

Ein Großteil (54 Prozent) der Befragten stimmte der Aussage zu, dass der Online-Einkauf klima- oder umweltschädlicher sei als der Einkauf im Laden; 9 Prozent davon „voll und ganz“ und 29 Prozent stimmten eher zu. 44 Prozent stimmten der Aussage nicht zu, dabei 10 Prozent überhaupt nicht 24 Prozent „eher nicht“.

Verpackung und Retouren stellen größtes Problem dar

Die meisten Befragten (31 Prozent) würden auf wiederverwertbare Verpackungen achten, um den ökologischen Fußabdruck ihres Einkaufs zu verringern, während 28 Prozent Retouren vermeiden würden. Nur 8 Prozent würden für einen klimafreundlichen Versand einen Aufschlag bezahlen, während 13 Prozent die Möglichkeit der Lieferung an einen Paketshop nutzen würden beziehungsweise 7 Prozent an eine Packstation. Die restlichen Befragten machten keine Angaben.

Bei einer gezielten Frage nach einem möglichen Aufschlag für eine nachhaltige Lieferung ergab sich jedoch ein differenzierteres Bild: Nur ein Viertel (26 Prozent) der Befragten lehnten einen Aufschlag grundsätzlich ab, während 14 Prozent dies vom Wert der Lieferung abhängig machen würden. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) wären jedoch bereit, einen kleinen Aufschlag zu zahlen: 15 Prozent der Befragten im Rahmen bis zu 10 Cent, 10 Prozent bis zu 20 Cent, 7 Prozent bis zu 30 Cent, 3 Prozent bis zu 40 Cent, 13 Prozent bis zu 50 Cent und 6 Prozent bis zu einem Euro. Nur 2 Prozent würden mehr als dies zahlen.

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