Studie: Sieben von zehn Deutschen shoppen mittlerweile mobil

Mobile Shopping ist in. Dabei gilt: je jünger, technik-affiner und bildungsnäher, desto intensiver werden Smartphone und Tablet zum mobilen Einkauf genutzt. Dies zeigen die Ergebnisse einer unlängst veröffentlichten Verbraucherbefragung des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (BEVH) und Creditreform Boniversum.

Der ganz große Boom der vergangenen Jahre blieb 2016 jedoch bislang aus, das Mobile-Shopping-Geschäft scheint sich langsam auf hohem Niveau einzupendeln. Nutzten 2015 bereits 65 Prozent der Kunden mobile Endgeräte für den Einkauf, stieg deren Anzahl in den vergangenen Monaten nochmals um vier auf jetzt 69 Prozent.

Obwohl Männer, jüngere und bildungsnähere Verbraucher sowie Gutverdiener deutlich höhere Nutzungsquoten aufweisen, nahm der Nutzer-Anteil bei Frauen und Normalverdienern überdurchschnittlich zu. Für Verbraucher zwischen 18 und 39 Jahren gehört der mobile Einkauf hingegen längst zum Alltag: 84 Prozent von ihnen nutzen aktuell diesen Service. Aber auch bei Personen über 40 Jahren hat die Nutzungsquote mittlerweile bereits 59 Prozent erreicht.

„Immer mehr Händler haben speziell auf Mobile Commerce zugeschnittene Angebote. Elektronische Kundenkarten auf dem Handy, Shopping-Apps und Mobile-Payment-Lösungen bringen auch immer mehr Kunden dazu, den Einkauf über das Smartphone von unterwegs oder das Tablet bequem zwischendurch zu erledigen. Vermeintliche Hindernisse, wie die kleinen Mobile-Bildschirme oder Ladezeiten für mobile Seiten verlieren offensichtlich an Bedeutung“, so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH.

Über die Hälfte nutzt mobile Bezahlsysteme

Mobile-Payment-Dienstleister gewinnen in diesem Jahr weiter an Akzeptanz und werden bereits von 51 Prozent der Verbraucher genutzt. Dabei stieg der Wert 2016 um drei Prozent, nachdem die Nutzungsquote im vergangenen Jahr leicht abgenommen hatte. Die Nutzung traditioneller Bezahlwege beim mobilen Einkauf stagniert hingegen und liegt wie im Vorjahr bei 38 Prozent. Auch die Zahlung über den eigenen Netzanbieter ist bei dem mobilen Einkauf weniger die Methode der Wahl vieler Verbraucher und wird nur noch von zehn Prozent genutzt.

„Mobile Payment hat sich mittlerweile in allen Altersklassen und gesellschaftlichen Schichten etabliert. Kreditkarte und Kauf auf Rechnung erfreuen sich dennoch konstant hoher Beliebtheit. Laut unserer Verbraucherumfrage sind Online-Händler weiterhin gut beraten, eine breite Palette an modernen wie auch traditionellen Bezahlarten anzubieten, um ein breites Kundenpotenzial anzusprechen“, empfiehlt Ralf Zirbes, Geschäftsführer Boniversum.

Foto: Lisa Michèle Lietz / pixelio.de

 

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