Unerwartete Kündigung: Wöhrl muss Filiale in Dresden schließen
Der Bekleidungshändler Wöhrl muss seine Präsenz in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden vorerst beenden. Die Filiale in der Prager Straße werde zum Jahresende geschlossen, teilte die Rudolf Wöhrl SE am Mittwoch mit. Der Ausverkauf beginnt demnach am 8. Oktober.
Der Vermieter habe „von seinem Kündigungsrecht unerwartet Gebrauch gemacht“, hieß es zur Begründung. Die Suche nach einem geeigneten neuen Standort in Dresden sei bislang erfolglos geblieben. „Leider konnte kein Objekt gefunden werden, das den Anforderungen an ein modernes Shopping-Erlebnis gerecht wird“, erklärte Wöhrl.
Wöhrl-Vorstandschef Thomas Weckerlein bedauerte die Entwicklung. „Wir wären gerne in Dresden geblieben, zumal wir bereits seit 1996 in der Stadt präsent sind und erst vor wenigen Jahren den aktuellen Standort bezogen haben“, erklärte er in einem Statement. „Deshalb werden wir auch weiterhin den lokalen Immobilienmarkt sorgsam beobachten, ob sich neue Chancen bieten.“ Mit den Filialen in Leipzig-Günthersdorf, Plauen und demnächst auch in Chemnitz sei das Unternehmen „aber auch in Zukunft im Freistaat Sachsen deutlich präsent“.
Wöhrl hatte die Räumlichkeiten in der Prager Straße 11 erst im Februar 2020 bezogen. Zuvor war der Einzelhändler an einem anderen Standort in der beliebten Einkaufsmeile vertreten gewesen. Von der nun verkündeten Schließung sind nach Angaben des Unternehmens rund 25 Mitarbeiter:innen betroffen. „Ihnen wurde bereits ab Juni dieses Jahres angeboten, an den neuen Standort von Wöhrl in Chemnitz zu wechseln, der im November eröffnen wird“, erklärte das Unternehmen. Ein Teil der Belegschaft habe dieses Angebot angenommen.
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