Uniqlo kündigt weitere Filialeröffnungen in deutschen Metropolen an

Der japanische Textilkonzern Fast Retailing setzt mit seiner Marke Uniqlo die ursprünglich für den deutschsprachigen Raum geplante Expansionsstrategie weiter konsequent um und kündigte nun eine Reihe Neueröffnungen auf dem Bundesgebiet an. Wie das Hamburger Wirtschaftsmagazin Bilanz den Unternehmenseigner Tadashi Yanai in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe zitiert, wolle das Unternehmen in allen „mittelgroßen und großen Städten" des Landes „Geschäfte aufmachen". In Berlin eröffnet Fast Retailing demnächst sogar bereits seine dritte Filiale.

Uniqlo, Kurzform für „Unique Clothing Warehouse", führt ein preiswertes Sortiment von Alltagskleidung und konkurriert vor allem mit H&M und Zara um junge Käufer. Die Japaner setzen dabei verstärkt auf Textiltechnik und Qualität, um auch höheren Ansprüchen zu genügen. Mit dieser Strategie will Konzernchef Yanai nun auch noch mehr deutsche Kunden überzeugen: „Wir haben ein großes Interesse daran, unser Filialnetz weiter auszubauen: Wir wollen nach Hamburg, Frankfurt, München und nach Stuttgart", so seine Ankündigung.

Erst im April 2014 hatte der Konzern in Berlin seinen ersten Store in Deutschland eröffnet, ergänzt durch eine weitere Filiale, die im vergangenen Sommer ebenfalls in der Hauptstadt den Betrieb aufnahm. 2014 sagte der Berndt Hauptkorn, Fast Retailing Group Officer und CEO von Uniqlo Europe gegenüber Fashion United, dass man plane, bis zum Jahr 2020 „eine echte Größe auf den europäischen Markt darzustellen“. Zugleich räumte er aber auch ein, dass dies „hier weitaus komplexer“ sei als „in anderen Regionen der Welt“, da „City-Lagen neben den Shopping Malls eine wichtige strategische Relevanz besitzen und die Mietverträge sehr langfristig angelegt sind“.

Eile mit Weile

Entsprechend vorsichtig agierte Uniqlo bislang bei seinen Expansionsbemühungen. Neben den zwei Filialen in Berlin hat das Unternehmen bislang noch keine merklichen Anstrengungen unternommen, sich auch in anderen Großstädten der Republik mit einer eigenen Filiale zu positionieren. Hauptkorn definierte jedoch schon immer Berlin als „Meilenstein auf dem deutschen Markt“, auf den mal nich erst einmal voll und ganz konzentrieren wolle.

Eine sehr vorsichtige Wachstumsstrategie, die wohl auch in Zukunft weiter beibehalten werden soll. Zwar wurden nun mit Hamburg, Frankfurt, München und nach Stuttgart immerhin einmal neue Wunsch-Standorte formuliert, ein nachvollziehbarer Zeitplan, wann diese Eröffnungen geplant sind, liegt jedoch weiterhin nicht vor. Man wolle sich weiter Zeit lassen, den deutschen und den europäischen Markt zu durchdringen, so Konzernchef Yanay gegenüber Bilanz. Er glaube fest daran, dass ein sehr gutes, beliebtes Produkt auf unterschiedlichen Märkten Erfolg haben könne. „Daher habe ich nicht die Absicht, eilig Geld zu verdienen, sondern will unablässig hart daran arbeiten, unser Geschäft in Deutschland zu vergrößern“.

Foto: Uniqlo

 

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