Uniqlo schließt Flagshipstore auf JD.com

Nachdem es erst vor wenigen Monaten seine Partnerschaft mit JD.com bekannt gab, Chinas zweitgrößtem Online-Händler, hat das japanische Fast Fashion-Unternehmen Uniqlo diese schon wieder beendet. Nur drei Monate dauerte der Versuch eines chinesischen Uniqlo-E-Commerce-Flagshipstores auf JD.com, für den sogar eine speziell gestaltete T-Shirt Reihe mit dem Namen "Born in China" entwickelt wurde.

Ein Sprecher von Uniqlo bestätigte jedoch, dass JD.com nicht zur E-Commerce-Strategie der Marke passe und dass man deshalb nach der Versuchsphase von drei Monaten - die vom Unternehmen übrigens nicht als solche angekündigt wurde und deshalb viele überraschte - die Partnerschaft nicht weiterführen werde.

“Auf den Ergebnissen der Testphase basierend haben wir festgestellt, dass es das Beste wäre, einen Gang zurückzuschalten. Und nach einer gründlichen Diskussion mit JD.com und in beiderseitigem Einverständnis wurde unser Online-Store ab heute eingestellt", sagte eine Sprecherin für Fast Retailing, Uniqlos Mutterunternehmen, am gestrigen Dienstag.

Uniqlo Flagship kein Misserfolg

Josh Gartner, Sprecher von JD.com, betonte jedoch, dass die Entscheidung nichts mit eventuellen schlechten Ergebnissen zu tun habe: “Wir haben für Uniqlos Flagshipstore aggressive Verkaufsziele gesetzt und unsere tatsächlichen Umsätze waren im ersten Monat fast doppelt so hoch, was die Vorteile unserer Plattform zeigt. Diese Entscheidung hatte nichts mit dem Erfolg des Stores zu tun.”

Chinesische Uniqlo-Fans, die gerne im Internet bestellen, müssen sich jedoch keine Sorgen machen - sie können Uniqlo-Artikel immer noch über Alibabas Tmall-Plattform beziehen, und dies schon seit 2009. Dies sollte jedoch JD.com verärgern, da Alibaba sein ärgster Konkurrent ist. Gerüchten zufolge soll Druck von Alibaba auch der Grund gewesen sein, warum Uniqlo seinen JD.com Flagshipstore geschlossen hat; das Unternehmen bestreitet diesen Zusammenhang jedoch.

Es sieht so aus, als werde Uniqlo irgendwann seine eigenen E-Commerce-Aktivitäten in China leiten, aber bis jetzt steht dafür noch kein Zeitpunkt fest. Das Unternehmen betreibt derzeit 368 Geschäfte in China und plant dies mit einer aggressiven Expansionsstrategie in den nächsten fünf Jahren auf rund 1.000 zu steigern.

 

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