Angesichts fünf weiterer Filialschließungen fordert die Gewerkschaft Verdi von Karstadt eine Standort- und Beschäftigungsgarantie. «Theoretisch wären weitere Häuserschließungen jederzeit möglich. Aus diesem Grund drängen wir in den Tarifverhandlungen auf eine Standort- und Beschäftigungsgarantie für alle Häuser», sagte Arno Peukes, Verdi-Vertreter im Aufsichtsrat von Karstadt, den Dortmunder «Ruhr Nachrichten» (Mittwoch). «Das konzeptlose Sparen muss ein Ende haben», unterstrich er. Die Karstadt-Häuser würden Zeit benötigen, um sich mit erfolgversprechenden Konzepten am Markt zu bewähren. Er nannte es einen Fehler, weitere Häuser zu schließen.

Die angeschlagene Warenhauskette Karstadt macht im Zuge ihrer Sanierung fünf weitere Warenhäuser dicht. Das teilte das Unternehmen am Dienstag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mit. Betroffen sind die Standorte in Recklinghausen, Bottrop, Dessau, Neumünster und Mönchengladbach-Rheydt. Das Unternehmen begründete die Schließungen unter anderem mit einer seit Jahren negativen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Standorte. Nach Gewerkschaftsangaben sind von den Schließungen 540 Beschäftigte betroffen. Karstadt hat derzeit noch rund 16 000 Beschäftigte. (DPA)

 

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