Wie bei TikTok: Bershka App bietet endlose Videos, Inspiration und nahtloses Einkaufen
Bershka, die junge Modemarke des spanischen Konzerns Inditex, hat in ihrer mobilen App in Spanien die „Loop“-Funktion eingeführt. Dies ist ein vertikaler Feed mit kurzen Videos. Er ermöglicht es, Kleidungsstücke durch dynamische Inhalte zu entdecken und sie in den Warenkorb zu legen, ohne die Navigation zu unterbrechen.
Dieses Update spricht die gleiche Sprache wie die Konsument:innen der Marke. Diese nutzen täglich Plattformen wie TikTok oder Instagram-Reels zur Inspiration. Dies geschieht in einer Zeit, in der der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit in den sozialen Medien intensiver ist als je zuvor.
Durch die Kombination von Produktentdeckung, visuellen Inhalten und einfachem Einkauf an einem Ort reduziert die App Reibungsverluste bei der Navigation. Sie verwandelt das Stöbern in eine direkte Kaufgelegenheit. Dies spiegelt ein tiefes Verständnis für die digitalen Gewohnheiten, die Anforderungen und die Art und Weise wider, wie die Zielgruppe mit Mode interagiert.
Im Jahr 2024 war Bershka nach Zara die zweitstärkste Marke von Inditex in Bezug auf Umsatz und Gewinn. Der Umsatz belief sich auf 2,93 Milliarden Euro, ein Anstieg von 11,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, und der Vorsteuergewinn betrug 548 Millionen Euro. In diesem Geschäftsjahr wurde die „hervorragende Online-Performance“ der Marke besonders betont. Die Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 wurden am Mittwoch bekannt gegeben — Inditex meldete neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn.
Loop kombiniert nutzer:innengenerierte Inhalte(User-Generated Content, UGC), mit Videos, die von der Marke selbst produziert werden. In diesen werden die Kleidungsstücke in Bewegung und in einem spontaneren, weniger redaktionellen visuellen Stil gezeigt. Das Format ermöglicht ein endloses Scrollen durch die Clips, während die Produkte markiert angezeigt werden. So können die Nutzer:innen sie in wenigen Sekunden in den Warenkorb legen, ohne den Videofluss zu verlassen.
Die Initiative ist Teil eines größeren Trends im digitalen Handel, bekannt als Social Commerce. Dieser beschreibt die Verschmelzung von sozialen Netzwerken und E-Commerce. Dieses Phänomen begann mit den Hauls auf YouTube. Es entwickelte sich weiter durch ein Rebranding des traditionellen Teleshopping-Formats zu dem, was wir heute als Live Shopping kennen. Der Wandel setzt sich fort und integriert nun das Kurzvideo als zentrales Werkzeug, um junge, digital-native Zielgruppen zu erreichen.
Mit diesem Ansatz entwickeln sich Shopping-Apps zu Content-Plattformen, auf denen Inspiration, Unterhaltung und Transaktion in einer einzigen Umgebung integriert sind – genau wie Bershka es umgesetzt hat.
Das Ziel ist die Schaffung dessen, was Analyst:innen als Closed-Loop Commerce bezeichnen: ein geschlossener Kreislauf, in dem Produktentdeckung und Kauf innerhalb des markeneigenen Ökosystems stattfinden.
Inspiration im richtigen Moment einfangen
Die Reizüberflutung in den sozialen Medien hat zu einer passiveren Entdeckungsdynamik geführt. Nutzer:innen öffnen Mode-Apps oft nicht mit einer konkreten Suchanfrage, sondern sind auf der Suche nach Inspiration oder Unterhaltung. Es ist daher üblich geworden, dass einige Konsument:innen mit Screenshots von Kleidungsstücken in die Geschäfte kommen. Diese haben sie auf den Profilen von Influencer:innen gesehen, ohne zuvor die offizielle Website der Marke besucht zu haben.
In diesem Kontext ermöglicht die Integration der Produktentdeckung in die eigene App, den Wunschmoment direkt an seinem Ursprung zu erfassen. Anstatt dass die Konsument:innen ein Kleidungsstück in den sozialen Medien entdecken und es anschließend im Onlineshop suchen, entsteht die Inspiration direkt in der App.
Das Ergebnis ist ein flüssigeres Einkaufserlebnis und eine größere Fähigkeit, die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen, die bereits als Fürsprecher:innen agieren, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven digitalen Umfeld zu binden.
Hinter solchen Entwicklungen steht eine nachhaltige Investition in die technologische Infrastruktur durch den Mutterkonzern der Marke, Inditex. Im Juli 2020 kündigte der Konzern einen Investitionsplan in Höhe von 2,7 Milliarden Euro an, um seine technologische Integration zu beschleunigen. Rund eine Milliarde Euro wurde zur Stärkung des Online-Geschäfts bereitgestellt, während 1,7 Milliarden Euro in die Modernisierung der integrierten Ladenplattform und die Einführung fortschrittlicher Technologien flossen, wie zum Beispiel die von Zara eingeführte virtuelle Anprobe mit künstlicher Intelligenz
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