Onlinehändler Zalando, der mit dem Versprechen groß geworden ist, Produkte immer umsonst zu versenden, nimmt dieses Versprechen zurück, zumindest teilweise: Kunden in Italien, die Waren im Wert von weniger als 24,90 Euro kaufen, müssen künftig Zustellgebühren von 3,50 Euro zahlen.

„Es ist ein spezielle Land“, beeilt sich Zalando über die neue Maßnahme in Italien zu sagen. „E-Commerce ist noch nicht so ausgereift wie zum Beispiel in Großbritannien und Deutschland. Die Italiener bestellen pro Paket weniger Kleidung als andere Europäer. Dank der Maßnahme werden die Bestellungen größer. Je teurer das Paket, desto größer der Gewinn“, erklärte Zalando-Sprecherin Monica Franz laut De Tijd.

Ob diese Maßnahme auch auf andere Länder ausgeweitet wird, kann das Unternehmen noch nicht sagen beziehungsweise nicht garantieren, daß dies nicht geschieht. Bis jetzt jedenfalls müssen nur italienische Zalando-Kunden für kleine Bestellungen zahlen.

Was Retouren angeht, so bleibt der Onlinehändler bei seinem Versprechen und verlangt für die Rücksendung nichts. Werden jedoch nicht alle Artikel zurückgeschickt, wird Zalando die Kosten nicht erstatten.

Ob Zalandos Rechnung aufgehen wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen, wenn Bestellungen entweder größer werden, um die Lieferkosten zu sparen, oder zur Konkurrenz abwandern.

 

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