Ausstellung: Kostas Murkudis im Frankfurter MMK

Unter dem Titel „Tuchfühlung“ widmet das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main dem Modedesigner Kostas Murkudis seine erste umfassende Museumsausstellung. Vom 17. Juli 2015 bis zum 14. Februar 2016 präsentiert die Ausstellung Murkudis Schaffen im Kontext der bildenden Künste.

Künstlerische Positionen und Arbeitsweisen haben Murkudis’ Schaffen maßgeblich geprägt. Die Verbindungen zeigen sich insbesondere in seinem skulpturalen Ansatz, der Auseinandersetzung mit plastischen Materialien, seiner bildnerischer Praxis wie auch in den von ihn gewählten Präsentationsformen, die sich deutlich von den gängigen Modeschauen abheben. In den vergangenen Jahren hat Kostas Murkudis für seine eigenen Kollektionen ausschließlich Einzelteile entworfen – Originale, die keiner industriellen Verwertung und Vermarktung zugeführt wurden. Seine umfassenden Recherchen und die sichtbaren architektonischen Einflüsse sind weitere Aspekte, die sein gesamtes Werk durchziehen.

Zu den Ausstellungsstücken gehören Teile seines Archivs, Originalentwürfe und Prototypen, die Murkudis im Jahr 2013 an drei internationale Museumssammlungen gegeben hat, neben dem Palais Galliera – Musée de la mode de la ville de Paris und dem Kyoto Costume Institute, Japan, auch an das MMK in Frankfurt. Seit der Eröffnung des MMK im Jahr 1991 hat das Museum immer wieder die Nähe zwischen Mode und Kunst thematisiert.

Für die Ausstellung am MMK hat sich Kostas Murkudis zudem mit den Verbindungen zwischen seinen Entwürfen und bedeutenden Arbeiten aus der Sammlung des MMK auseinandergesetzt und daraus eine Sammlungspräsentation kuratiert. Dies beinhaltet Konzepte und Formen des Displays, der Performance, des Ready-Mades, der Materialästhetik sowie weiterer Phänomene und Ansätze, mit denen sich Künstler, wie beispielsweise John Chamberlain, Jack Goldstein oder Steven Parrino seit den 1960er-Jahren beschäftigt haben. Künstlerische Positionen, die sich in verschiedenster Weise mit Textilien auseinandersetzen, werden zudem im Dialog mit Murkudis Kollektionen und Einzelstücken präsentiert, unter anderem Werke von Blinky Palermo und Franz Erhard Walther.

 

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