Berlin: Gaultier-Kostüme feiern Show-Premiere

Berlin ist mit seinem Fashion Week-Konzept zwar einigermaßen grandios an der Idee gescheitert, große Mode zeigen zu können. Berlin wäre aber nicht Berlin, wenn es nicht doch noch eine Möglichkeit gefunden hätte, einen Star-Designer internationalen Formats auf die Bühne zu holen. Mode auf dem Laufsteg? viel zu gewöhnlich für die selbsternannte Kreativ-Hauptstadt; hier wird Mode inszeniert, interdiszipliniert und theatralisiert.

„The One Grand Show“ heißt die neueste Produktion des Friedrichstadt-Palasts, und es soll mit elf Millionen Euro die bislang teuerste Produktion des Hauses sein. Ein Grund dafür ist sicherlich das Budget für den Pariser Star-Designer Jean Paul Gaultier, der die Kostüme für die Mega-Produktion entworfen hat. Ganze 500 Outfits hat Gaultier für die rund 100 Schauspieler und Tänzer designt, die am Donnerstagabend Premiere feiert.

Geboten wird laut Intendant Berndt Schmidt eine „traumhafte Zeitreise auf der Suche nach dem einen Menschen, der alles für uns bedeutet“. Der Palast setze nun alle Zuversicht und Geldmittel auf die Show, die zwei Jahre laufen soll. Erfolg wünscht der Produktion sicherlich auch Gaultier, der selbst zur Premiere erscheinen will. Und Berlin hat mal wieder allen gezeigt, dass es die Weltstadt der Hintertürchen ist.

Foto: Bernhard Musil / Friedrichstadtpalast

 

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